Bitte aktiviere / Please enable JavaScript![ ? ]
Das Strahlen auf dem Cottbuser „Hügel“ - Deutschlands Wagnerianer bejubelten Stephan Märkis „Tristan und Isolde“- Raumflug - Märkischer Bote Das Strahlen auf dem Cottbuser „Hügel“ - Deutschlands Wagnerianer bejubelten Stephan Märkis „Tristan und Isolde“- Raumflug Das Strahlen auf dem Cottbuser „Hügel“ - Deutschlands Wagnerianer bejubelten Stephan Märkis „Tristan und Isolde“- RaumflugMärkischer Bote
Samstag, 13. Juli 2024 - 20:49 Uhr | Anmelden
  • Facebook SeiteTwitter Seite

header-logo

 
Overcast
22°C
 
das epaper der lausitzer heimatzeitung
Anzeigen

Das Strahlen auf dem Cottbuser „Hügel“ – Deutschlands Wagnerianer bejubelten Stephan Märkis „Tristan und Isolde“- Raumflug

Cottbus | Von | 2. Juni 2023

Philosophie zwischen alter Erde und kosmischer Weite. Szene im III. Akt von „Tristan und Isolde“ in Cottbus mit Andreas Jäpel als Kurwenal (vorn) und Bryan Register als sterbender Tristan Foto: Marlies Kross

Philosophie zwischen alter Erde und kosmischer Weite. Szene im III. Akt von „Tristan und Isolde“ in Cottbus mit Andreas Jäpel als Kurwenal (vorn) und Bryan Register als sterbender Tristan Foto: Marlies Kross

Cottbus (h.) Der kleine Hügel, auf dem das Cottbuser Jugendstiltheater errichtet ist, kann sich nicht vergleichen mit dem legendären „Hügel“ des Festspielhauses in Bayreuth, und dennoch haben Deutschlands Wagnerianer zu Pfingsten entzückt den Musentempel der Niederlausitz bewundert und hundertfach auf ihre Handys gebannt. Noch vielmehr hat sie begeistert, was sie fünfeinhalb Stunden lang in diesem Hause erlebten: Richard Wagners selbst in großen Häusern schwer aufführbare Oper „Tristan und Isolde“, die Operndirektor und Intendant Stephan Märki als großen Liebestraum in kosmische Weiten treibt. GMD Alexander Merzyn hat die musikalische Leitung und wurde schon nach der zweiten Pause, als er zum dritten Akt vor sein Ensemble trat, aus dem voll besetzten Hause mit Bravo-Rufen empfangen. Der Schlussapplaus der fünften Aufführung am Pfingstsonnabend war dann so euphorisch, wie ihn dieses Theater bislang nur selten erlebte, und das von einem ganz besonderen Publikum, das zu 90 Prozent aus den Ortsverbänden der deutschen Richard-Wagner-Gesellschaft angereist war. Die Oper hat mit diesem großen Kunstfest Fünf-Sterne-Plus-Werbung für die Region geleistet. Hotels waren gut gebucht und in den Vorstellungspausen wurden nicht nur Sänger und Musiker, sondern auch die Schönheit der Stadt Cottbus, ihrer Parks und Cafés gepriesen. Es war am vergangenen Sonnabend die fünfte Aufführung der Oper, der Dienstag die sechste und vorerst letzte folgte. In den Titelpartien begeisterten die Weltstars Catherine Foster und Bryan Register. Annika Schlicht von der Staatsoper Berlin sang die Brangäne, Dimitry Ivashenko ganz prächtig den König Marke. Vollkommen gleichwertig – und auch so mit Beifall bedacht – meisterte Ensemblemitglied Andreas Jäpel spielstark Tristans Fürsorger Kurwendal. Als Merlot erlebten die Besucher den Cottbuser Nils Stäfe, Hardy Brachmann gab dem Hirten und dem jungen Seemann Stimme. Viel Beifall fand die großartige Ausstattung einschließlich ihrer technischen Finessen: In sternenfunkelnden Kostümen taucht das sterbende Paar am Ende in die Unendlichkeit der Milchstraße ein. Der Beifall tost! Dem Vernehmen nach bemüht sich die Theaterleitung um zwei weitere „Tristans“ in gleicher Besetzung für die kommende Spielzeit.

Weitere Beiträge aus Cottbus und Umgebung finden Sie hier!



Anzeige

Kommentar schreiben

Kommentar


Das könnte Sie auch interessieren: