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Der Balkon von Spremberg - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Der Balkon von Spremberg

27. Januar 2017 | Von | Kategorie: Spremberg |

In Slamen gibt’s nicht nur steile Hänge, sondern auch prächtige Aussichten

Spremberg (trz). Normalerweise präsentiert sich die Niederlausitz ziemlich flach, hier und da auch ein wenig hügelig. Steile Hänge mit großartigen Aussichten, Schluchten und Sporne sind dieser Gegend fremd. Anders dagegen in Slamen. Der Spremberger Ortsteil hält alles parat, was ein Mittelgebirge auszeichnet. Steigungen bis acht Prozent, eine fantastische Fernsicht bis zu den rund 60 Kilometer entfernten Bautzener Bergen und vor allem  viele steile Treppen.
Die besondere Lage Slamens liegt in der Topografie begründet. Schließlich durchbricht in Spremberg die Spree den Lausitzer Landrücken. Die Slamener Höhen schwingen sich immerhin 140 Meter über Normalnull auf. Den höchsten Punkt von Slamen markieren der Funkturm und der daneben befindliche Hochbehälter des SWAZ auf dem Weinberg. Der Höhenunterschied im Vergleich zur Spree dürfte sich bei etwa 35 Metern bewegen..
Slamen ist heute ein attraktiver Wirtschafts-und Wohnstandort. Natürlich zieht vor allem die Hanglage. Nach der politischen Wende entstanden zahlreiche Eigenheime, die sich harmonisch ins Landschaftsbild einfügen.
Ursprünglich war Slamen ein Bauerndorf vor den östlichen Toren von Spremberg. Davon künden bis heute zahlreiche Dreiseitenhöfe, so an der Muskauer Straße. Alteingesessene Slamener Bauernfamilien sind zum Beispiel Bogott, Kollowa, Jurk, Schiemenz und Struck. Einer, der sich gut in der örtlichen Geschichte auskennt, ist Wolfgang Jurk, den Freunde und Bekannte „Juri“ rufen. Der gebürtige Slamener berichtet von den sehr guten Ackerböden der Gemarkung, auf denen sogar Kartoffeln und Rüben bestens wachsen. Dort, wo heute der Slamener Pilz, ein Treffpunkt für Jung und Alt, steht, hatte, so weiß „Juri“  zu berichten, der Slamener Kaufmann Nothnick seine Spargel- und Erdbeerfelder. Die  Stangen beziehungsweise Früchte wurden gleich im nicht weit entfernten Geschäft an der Muskauer Straße verkauft.
Apropos Muskauer Straße: Sie galt schon immer als Hauptverkehrsachse in Slamen. Heute stellt die Trasse einen Teil der B 156 dar, die von Spremberg nach Bad Muskau führt. Vor rund 80 Jahren gab es dort sage und schreibe 26 Geschäfte, darunter Tabakwaren, Schuhmacher, Friseur, Lederwaren, Post und viele weitere. Heute präsentiert sich die Muskauer Straße noch immer belebt, wenn auch nicht mehr so stark wie früher. Den Anwohnern fehlt insbesondere ein Lebensmittelmarkt. Vor einigen Jahren gab es in Slamen sogar zwei, inzwischen nicht einen mehr.
Zähe Verhandlungen
Die Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier bemüht sich aber um einen neuen Discounter. Allerdings seien die Verhandlungen ziemlich zäh, Ausgang offen.
Nach Angaben des Rathauses gibt es heute entlang der Muskauer Straße 24 Unternehmen. Diese gliedern sich in drei Einzelhändler, eine Gaststätte, sechs Handwerksbetriebe und 14 sonstige auf. In der Muskauer Straße ist auch die Sattlerei und die Polsterfirma von Jens Nagora ansässig.  Neben klassischen Arbeiten wie dem Beziehen von Stühlen, Bänken und Hockern kümmert sich Jens Nagora auch um Bootsausstattungen. Übrigens: Repariert wird direkt beim Kunden oder in der Slamener Werkstatt.
Bekannt  ist auch das Unternehmen „MI.COM“ von Michael Michelfeit. Der Firmeninhaber prüft unter anderem Telefontarife und ist bestrebt, für seine Kunden immer das Beste herauszuholen.
Nicht nur um Dächer kümmert sich Sven Pollex. Seine Firma „Profi-Dach“ erledigt ebenso Bauwerksabdichtungen, Fassaden- und Klempnerarbeiten.
Für hervorragende Qualität sind auch die Bauklempnerei von Uwe Kantor, Metallbau Pruss (im März 25. Gründungstag) sowie die KÜS-Kfz-Prüfstelle bekannt. Dieser Zwei-Mann-Betrieb kümmert sich auch um die Vorprüfungen von Baumaschinen.  Im Gas-, Wasser- und Heizungsbereich ist der  Meisterbetrieb von Roland Nevoigt tätig. Und um das liebe Geld kümmert sich der Finanzdienst Klaus von Wolfgang Kalus, ebenfalls ein tüchtiger Slamener Unternehmer.




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