Die Forster Jugend soll Stimmen erheben

Sozialpädagogen präsentieren Entwurf über eine geeignete Mitbestimmungsform:
Forst (mk). Ein Seniorenbeirat hat sich bereits in fast jeder Stadt etabliert. Auch einen Kreisseniorenbeirat gibt es. Für die Stimmen der Jugend gibt es in der Region aber nur selten eine geeignete Mitbestimmungsform. Senftenberg ist mit einem Kinder- und Jugendparlament seit Jahren hier der Vorreiter. Auch im Forster Bürgermeisterwahlkampf war die Beteiligung der jungen Forster ein wichtiges Thema.
In den vergangenen Wochen haben sozialpädagogische Fachkräfte der Stadt einen Entwurf über eine mögliche Beteiligungsform erarbeitet. Im Kern sieht dieser vor, viele verschiedene Akteure wie Kinder, Jugendliche Politik, Verwaltung, Jugendarbeit, Schulen und Sport in diesen Prozess einzubinden. Eine Projektgruppe, die sich künftig mit einer Beteiligung beschäftigen soll, könnte so 41 Akteure umfassen. Ideen gibt es viele. Vom Wunsch- und Meckerkasten, von einer Kinder- und Jugendsprechstunde des Bürgermeisters, einem Kinderbürgermeister bis zu Kinder- und Jugendbüros oder die Schaffung der Stelle einer Kinder -und Jugendbeauftragten, aber auch die Teilnahme an Sitzungen in Parlamenten, Zukunftskonferenzen, Jugendparlamenten, Jugendbeiräten sind nach dem Entwurf denkbar.
Wie Sven Zuber von der Stadtverwaltung erklärt, soll es keine vorgefertigte Lösung seitens der Stadt geben. Deshalb hofft er auf eine rege Beteiligung der Akteure in der Projektgruppe. Dr. Thomas Jaehn (FDP) bezweifelte im Bildungsausschuss die Sinnhaftigkeit des Entwurfes. Er kritisierte, dass es sich hier lediglich um eine Schein-Beteiligung handelt, da am Ende die Stadtverordneten allein entscheiden. Die Entscheidungshoheit der gewählten Stadtverordneten stellte auch Sven Zuber nicht infrage. Allerdings glaubt er dennoch, dass es Beteiligungsformen gibt, in der die jungen Forster ihre Ideen einbringen und verwirklichen  können.