Am und im Raakower Schloss entstehen über 80 barrierefreie Wohnungen

Drebkau (hnr.) Kaiserwetter zu Wochenbeginn und ein großer Tag in der Familienchronik der Koalicks. Eben hat sich der erfolgreiche Bauunternehmer mit der Weltmeisterschaft im Pferde-Fahrsport in die Sportgeschichte eingetragen, da packt er ein weiteres großes Projekt an. Im Park am Schloss und als Anbau zum Schloss sollen mehr als 80 barrierefreie Komfortwohnungen entstehen.
Für die Grundsteinlegung zum ersten Abschnitt mit 21 Wohnungen hat Bauunternehmer Christof Lehmann aus Eichow mit seinen Leuten alles gut vorbereitet. Vize-Landrat Olaf Lalk und Drebkaus Bürgermeister Paul Köhne finden anerkennende Worte und sichern positive Begleitung zu. Die Baugenehmigung konnte innerhalb von drei Monaten erteilt werden – bei der komplizierten Lage im Denkmalbereich eine gute Behördenleistung. Projektbetreuer Frank Szymanski ist zufrieden. Bauherr Torsten Koalick hat die Immobilie schon vor zwei Jahrzehnten erworben und vielfältige Überlegungen angestellt. Ihn bewegt: „Die Glasbarone haben früher für ihre Leute Hüttenwohnungen errichtet, und die Fachleute kamen aus ganz Europa. Auch wir können heute durch soziale Leistungen, insbesondere schönes Wohnen, Fachkräfte binden.“ Er denkt dabei auch an sein eben begründetes Betonwerk, aber auch an Menschen, die mit anderem Hintergrund in seiner Heimatstadt Drebkau Fuß fassen.
Architek Martin Stauss hat mit seinem Projekt die Strukturen des alten Gutshofes aufgegriffen. In gleicher U-Form, wie jetzt Wohnhäuser entstehen, war die Wirtschaft des Rittergutes angeordnet. Das bestand seit Jahrhunderten, und mehrere Dörfer der Gegend gehörten dazu. Meist waren die Besitzer verschuldet. So kam 1842 Gustav Lebrecht Porsche an das Anwesen. Er war geschäftstüchtig, verkaufte acht Jahre später mit 25 Prozent Gewinn. Die letzten Eigentümer fielen im Krieg; später bestand hier die Bezirks-FDJ-Schule.
Die leidenschaftlichen Lehmanns aus Eichow wollen nun die Ein-bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit Balkons und Terrassen innovativ errichten. Zum Teil werden vorgefertigte Wände eingesetzt. Schon Weihnachten soll der Rohbau stehen. Die Möbelwagen dürfen im im nächsten Jahr anrollen.








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