

Erster Abschnitt „Alte Poststraße“ endet Mitte November / Kugelbrücke im letzten Abschnitt erhält wieder Schmuck-Kugeln
Guben (ha). Sandsäcke säumen die kleinen Gassen zwischen der Alten Poststraße und der Neiße – die Hochwasserschutzmaßnahmen werden sehnlich von den Anwohnern erwartet. Die haben aber schon seit Wochen Baulärm und schwierige Zuwege zu ertragen, denn der erste Bauabschnitt für den Straßenbau ist in vollem Gange. Mit Hochdruck werden die säumenden Pflaster- und Bordsteine verlegt, die Baufirmen hoffen auf lange ausbleibenden Frost. Denn sie hatten mit dem Hochwasser schon eine ärgerliche Pause einzulegen.
Mitte November soll der Bauabschnitt fertig sein, der eigentlich schon der zweite ist, rechnet man das Straßenstück zwischen Frankfurter Straße und Einfahrt Kirchplatz mit, das schon 2002 saniert wurde. Nun steckt die Stadt mit großzügiger Fördergeld-Unterstützung noch einmal rund 2,8 Millionen Euro in die historische Straße samt Kugelbrücke. Die
Brücke war gar Auslöser der gesamten Sanierungsanstrengungen, denn sie muss dringend verstärkt werden. Wer sie mit dem Auto oder Fahrrad passiert, wird an den inzwischen fast zehn Zentimeter hohen Absätzen merken, wie dringend die Arbeiten sind.
Die Kugelbrücke, die derzeit nur noch zwei ihrer namensgebenden Verzierungen hat, kommt allerdings erst im letzten Bauschritt an die Reihe. Voraussichtlich im September 2014 sollen die Arbeiten beginnen. Die Kugel sollen dann wieder die vier Pfosten schmücken und sichtbar sein, wenn das zu üppig gewucherte Grün zurück geschnitten ist.
Mit der Investition in den Ausbau der Straße werden Folgeinvestitionen an den Wohnhäusern erwartet, so wie sie bereits im südlichen Teil zu beobachten sind. Die Anstrengungen der Stadt, die Immobilien wieder für eine Nutzung attraktiv zu machen, sind hoch. Der angekündigte und vom Land zugesagte Hochwasserschutz wird da eine entscheidende Triebfeder sein. Denn die Innenstadt ist nach wie vor ein zunehmend attraktives Wohngebiet.