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Drei Musketiere beim Staatstheater Cottbus

Cottbus | Von | 1. Juli 2022

Drei Musketiere

Die Zuschauer hatten nach der „Musketier“-Vorstellung im ehemaligen Kasernenhof am letzten Sonntag viel Spaß daran, die Friesen-Kutsche, besetzt mit den eben noch gefeierten Bühnenhelden, aufs Handy zu bannen und damit bleibend in ihre Erinnerung zu prägen. Foto: J. Heinrich

Cottbus. Es ist ein furioser Schlussakkord, mit dem das Ballettensemble des Staatstheaters sein einmal mehr begeistertes Publikum in den Sommerurlaub schickt. In zehn Vorstellungen unter freiem Himmel lässt Choreograf Manuel-Joël Mandon die Tänzerinnen und Tänzer in Perfektion und Übermut toben, dass wieder und wieder der Szenenapplaus prasselt.
Die Geschichte von dem frechen Mädchen d’Artagnan und den drei Musketieren hat sich das Team von Alexandre Dumas ausgeliehen, um eine eigene Saga in prächtigen Kostümen von Adriana Mortelliti auf prunkvoll-praktischer Bühne zu entfalten. Da entgleitet das Geschehen immer wieder lustvoll im Hip-Hop des ausflippenden Kardinals (Alyosa Forlini in geschmeidigster Akrobatik), feiern alle miteinander in bäuerlicher Folklore oder rangeln sich Simone Zannini (Porthos), die phantastische Emily Downs (D’Artagnan), Mario Barcenilla Rubio (Aramis) und Stefan Kulhawec (Athos), der natürlich – jeder wartet darauf – seinen brillanten Pas de Deux mit Venira Welijan (Lady de Winter) bekommt. Wie schön!
Erzählt wird hier auch allerhand, und das besorgt hochbegabt der einstige Tänzer und vormalige Chef des Tanztheaters Michael Apel, der, auch mal einen leichten Ausfallschritt andeutend, die Lacher in der Manier eines förderlichen Zeremonienmeisters immerfort auf seine Seite zieht.
Ballettdirektor Dirk Neumann hat für das Ballettspektakel nicht nur zahlreiche Gasttänzer und -tänzerinnen nebst Statisten verpflichten können, sondern sogar eine stattliche Kutsche aus Thüringen mit fein tänzelndem Friesen-Gespann ordern können. Wer mochte oder auch noch möchte, konnte oder kann mit dem Gefährt gegen geringen Obolus eine Runde auf dem Kasernenhof absolvieren. Ansonsten ist das Beiprogramm im Verhältnis zu früheren Spektakeln etwas reduziert worden. Immerhin hat Technik-Direktor Matthias Günther das fehlende Catering-Unternehmen durch hochmotivierte junge Kräfte vollwertig ersetzen können. Bei großer Hitze der ersten Spielabende waren die Schlangen lang, die flinken Damen und Herren hinter den Tresen aber offenbar durch das Bühnentempo motiviert. Ein rundum gelingendes Sommertheater, dem hoffentlich noch bis zum 7. Juli günstiges Wetter beschieden ist.
Die weiteren Vorstellungen: Sa 2.7., So 3.7., Di 5.7., Mi 6.7. und Do 7.7. Beginn ist jeweils 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. J. Heinrich

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