
Nach seinem Lehrer Prof. Ingo Gastinger erreicht jetzt Dr. Andreas Koch der fachmedizinische „Ritterschlag“ / Als Niedergelassener die Ausnahme
Cottbus (hnr.). Namhafte Fußballer aus Energies Erstliga-Zeit haben ihm ihr Trikot gewidmet mit Aufschriften wie „Dem besten Doc. der Welt!“. Seit 2003 begleitet Dr. Andreas Koch seine Herzens-Mannschaft als Arzt. Zeugnisse dieses Wirkens schmücken das Wartezimmer seiner Praxis im Ärztehaus Nord. Dem Lob aus Leidenschaft hat sich jetzt eines aus medizinjournalistischer Recherche hinzugesellt: Das FOCUS-Journal GESUNDHEIT empfiehlt den Cottbuser Dr. Andreas Koch und seine Praxis für Viszeral- und Hernienchirurgie als ausgewählten Experten. Für die Hernienchirurgie (Leisten- und Nabelbruch) ist Dr. Koch einer der wenigen niedergelassenen Experten in diesem Olymp und neben Kollegen aus Berliner Kliniken zudem der einzige aus Ostdeutschland.
Damit findet sich der hier in der Lausitz fest verortete Thüringer in bester Nachfolge seines hochverehrten Lehrers. Prof. Dr. Ingo Gastinger, bis 2009 Chef der Chirurgie im Carl-Thiem-Klinikum, war bereits 1993 unter den 500 TOP-Ärzten Deutschlands und 1994 unter den 1000 besten. Damals erschienen die ersten personenbezogenen Listen – mit Gastinger darin als einzigem Ostdeutschen.
Der Professor, der noch als „Landarzt“ in seiner Illmersdorfer chirurgischen Praxis behandelt, kam 1997 von Suhl nach Cottbus, brachte den knapp 30jährigen Assistenzarzt Koch mit. Beide hatten dem Winter-Leistungssport abgeschworen und der einschlägigen Sportmedizin Impulse hinterlassen. Koch war Rennrodler und später Mitbegründer des sportmedizinischen Symposiums in Oberhof, das es heute noch gibt.
In Nachfolge von Dr. Josef Horntrich wurde Gastinger Chef der Cottbuser Chirurgie und hat hier in Zusammenwirken mit der Uni Magdeburg Pionierarbeit in der wissenschaftlichen Qualitätssicherung der Chirurgie geleistet. Dr. Koch wurde Facharzt und Oberarzt. Inzwischen auch mit praktischen Erfahrungen aus Studienaufenthalten in US-Kliniken ausgerüstet, entschied er sich 2006 für eine eigene Praxis. Und er befolgte dabei präzise den Rat seines Meisters: „Tun Sie nicht irgendwas, spezialisieren Sie sich und bleiben Sie dran an der Wissenschaft, riet mir sehr weise Prof. Gastinger.“
Dr. Andreas Koch behandelt heute die Hernien. Das sind Eingeweidebrüche durch Schwachstellen an der Bauchwand. 27 Prozent aller Männer, so die Statistik, erleben in unterschiedlichstem Alter dieses Problem. Viel Arbeit für den Spezialisten. Gesunde junge Menschen operiert er ambulant, kompliziertere Eingriffe nimmt er in der Lausitz-Klinik Forst vor. „Es gibt mit den Anästhesisten und Schwestern dort ein hervorragendes Zusammenspiel“, sagt er. In der Hernienchirurgie, der sich in Deutschland etwa 400 Fachärzte zuwenden, sieht. Dr. Koch auch den Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit. So wurde er als erster ostdeutscher Arzt Präsident der Deutschen Hernien- Gesellschaft und konnte 2013 den Deutschen Hernienkongress nach Cottbus bringen, den er auch als Kongresspräsident leitete. Zusammen mit Dr. Lorenz (Berlin) leitet er heute das Qualitätsregister der ambulanten Leistenchirurgie, und er gehört dem wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Hernienregisters an.
Beim „besten Doc. der Welt“ herrscht überdies zu Sprechzeiten reger Betrieb. Die FOCUS-Bewertung beruft sich nicht zufällig in ersten Linie auf die Kriterien „von Kollegen empfohlen“ und „von Patienten empfohlen“.







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