In Forst soll ein Sportpark entstehen

140322forst
Diese vier am Tisch gehören dem Freundeskreis an, der die Rekonstruierung und Modernisierung des Stadions am Forster Wasserturm umsetzen möchte. Auf einer Infoveranstaltung warben sie am Mittwoch bei den Vereinen der Stadt und allen Interessierten für Unterstützung. V.l: Klaus-Dieter Stenzel (Trainer Turnernachwuchs), Peter Przesdzing (langjähriger Werkleiter des Cottbuser Sportstättenbetriebes), Hans-Rainer Engwicht (Förderverein Ostdeutscher Rosengarten) und Dorit Jaehn (Initiatorin des Freundeskreises) begrüßen hier den Forster Unternehmer Michael Lindner | Foto: Mathias Klinkmüller

Unterstützer für Sanierung des Stadions am Wasserturm gesucht / Erste Infoveranstaltung
Forst (mk). Der Forster Hof, die Radrennbahn oder der Wasserturm sind für Forst auch historisch stadtbildprägend. In diese Reihe gehört auch das Stadion am Wasserturm, sagt Hans-Rainer-Engwicht, der eine Sanierung dieses Stadions vorantreiben möchte.
Als beklagenswert bezeichnet Hans-Rainer Engwicht den Zustand. Der Trainer der Forster Turntalente, Klaus-Dieter Stenzel, setzt noch eins obendrauf: „Die Fußballer vom ESV müssen sich ja schämen, in diesen Kabinen Gäste zu empfangen“, sagt er. Der Freundeskreis des Stadions am Wasserturm, zu dem beide gehören, hat bereits einen Sanierungsplan entworfen. Sechs Laufbahnen (Tartanbahnen), Anlagen für Weit -und Dreisprung, Kugelstoß, Diskus und Hammerwurf sollen entstehen. Hinzu kommen acht Umkleidekabinen, Sanitärtrakt und eine Kantine. Multifunktional und behindertengerecht soll das Stadion sein und neben dem Schulsport allen Vereinen, aber auch für kulturelleVeranstaltungen, offenstehen. Kosten ohne Beleuchtung und Tribüne: 2,2 Millionen Euro. Mit Schwimm- und Mehrzweckhalle sowie der Turntalente-Holzturnhalle  könnte mit einem sanierten Stadion ein „Jahn-Sportpark“ entstehen, der einzigartig in Brandenburg ist, so die Vision.
Am Mittwoch wollte der Freundeskreis von den Forstern hören, was sie von der Idee halten. So wurde gefragt, ob die Möglichkeit besteht, aus der 360-Meter-Bahn eine 400-Meter-Bahn entstehen zu lassen. Der Plan sieht das vor, war die Antwort. Angeregt wurde auch ein Kunstrasenplatz, da es in der Region keinen gibt.
Ein anderer Teilnehmer der Infoveranstaltung regte an, dass für die Vereine eine Nutzung bezahlbar sein müsse, da diese sonst lieber auf dem eigenen Platz bleiben. Peter Przesdzing vom Freundeskreis des Stadions erklärte, dass die Betreibung eines solchen Stadions nie kostendeckend sei. Die Sportförderung müsse für die Stadt im Vordergrund stehen. In Kritik geriet auch sogleich der Name „Jahn-Sportpark“. Abgesehen von dem umstrittenen Namensgeber, sollte der Park auch nach einem guten Sponsor benannt werden können, solange dieser nicht  Gasprom heißt, regte ein Besucher an.
Der Freundeskreis, aus dem ein Förderverein werden soll, wünscht sich die Unterstützung von Stadt, Kreis sowie  allen Vereinen und Bürgern, um das Sanierungsziel zu erreichen. Im Jahr 2017 und spätestens zum hundertjährigen Geburtstag des Stadions im Jahr 2021 soll dieses saniert sein. Der Landkreis als Schulträger sagte seine Unterstützung bereits zu.