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Forst wartet auf Wort des Rathauschefs

Forst & Döbern | Von | 24. November 2017

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Verwaltungsgeschichte wurde 2015 in Forst geschrieben. Philipp Wesemann wurde zum neuen Bürgermeister gewählt – mit 25 Jahren der jüngste landesweit in diesem Position Foto: M.K.

Stadtverordnete gaben am Mittwoch den Weg für einen Bürgerentscheid zur Abwahl frei.

Forst (mk). Deutlich, sogar übdeutlich fiel am Mittwoch (22.11.2017) die Abstimmung der Forster Stadtverordneten aus. Sie hatten über einen Antrag der Linksfraktion zu entscheiden, die den Abwahl der Bürgermeisters Philipp Wesemanns mittels eines Bürgerentscheides vorsieht.
21 der 28 Stadtverordneten votierten für diese Vorgehensweise, bei der die Bürger entscheiden sollen, ob der erkrankte Rathauschef in seinem Amt bleiben solle. Lediglich sechs Stimmen wollten dem Antrag nicht folgen. Ein Stadtverordneter enthielt sich seiner Stimme.
Damit ist die notwendige Zweidrittelmehrheit erreicht worden. Zwei Szenarien gibt es nun. Szenario 1: Der Bürgermeister meldet sich innerhalb einer Woche und verzichtet auf sein Amt. Szenario 2: Der Bürgermeister meldet sich nicht oder verzichtet nicht. Dann entscheiden die Bürger per Entscheid über die Zukunft ihres gewählten Stadtoberhauptes. Bis zum 8. Dezember, also der nächsten Stadtverordentenversammlung, soll – vorausgesetzt der Bürgermeister meldet sich nicht vorher zu Wort – ein Wahltermin festgelegt werden. Am wahrscheinlichsten ist derzeit das erste Szenario. Schließlich hatte Philipp Wesemann erst kürzlich schriftlich mitgeteilt, auf eine Weiterbeschäftigung zu verzichten, falls er keinen Rückhalt durch die Stadtverordneten sieht. Zum einen wolle er Kosten eines Bürgerentscheides vermeiden und zum anderen sich und seine Familie schützen, erklärte er. Nun wird gespannt darauf gewartet, wie sich Philipp Wesemann zu dem Votum der Stadtverordneten äußern wird.
Das Zeichen der Bürgervertreter ist unterdessen klar: Sie sehen mehrheitlich keine Zukunft für Philipp Wesemann im Forster Rathaus. Das gegenseitige Vertrauensverhältnis scheint so nicht mehr gegeben zu sein.
Den Rücken gestärkt haben viele Bürger dem Bürgermeister in den sozialen Netzwerken wie Facebook. Wie ein Bürgerentscheid ausgehen würde, ist offen.

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