Für Spremberg eine Menge erreicht

Alter und neuer Geschäftsführer: Harald Geißler (l.) und Michael Schiemenz. Zum Abschied bekam Geißler vom Gremium „Energie pro Sachsen“ sein Konterfei aus Holz überreicht
Alter und neuer Geschäftsführer: Harald Geißler (l.) und Michael Schiemenz. Zum Abschied bekam Geißler vom Gremium „Energie pro Sachsen“ sein Konterfei aus Holz überreicht

Michael Schiemenz übernimmt Stadtwerke-Zepter von Harald Geißler

Spremberg (trz). Generationswechsel bei den Städtischen Werken Spremberg (SWS): Der 46-jährige Michael Schiemenz ist seit Anfang Oktober neuer Geschäftsführer des Unternehmens. Er tritt die Nachfolge von Harald Geißler (64) an, der sich in den Ruhestand verabschiedet.
Damit geht eine Ära zu Ende. Denn genau ein Jahrzehnt hatte Geißler die Geschäfte geführt. Der Spremberger übergibt seinem Nachfolger eine hervorragende Bilanz: Pro Jahr fahren die Stadtwerke einen Umsatz von 24 Millionen Euro ein. Der Gewinn bewegt sich bei 1,3 Millionen Euro. Zudem weist das Unternehmen eine Eigenkapitalquote von rund 70 Prozent auf. Nicht zuletzt wird Jahr für Jahr rund eine Million Euro in die Spremberger Stadtkasse abgeführt. Darüber hinaus gelten die Stadtwerke als verlässlicher Sponsor für diverse Veranstaltungen, beispielsweise für die Heimat- und Lichterfeste.
Harald Geißer, der sich selbst als einen „ruhigen Menschen“ beschreibt, „der nie das Mikrofon vermisst“, weiß aber, dass solche positiven Ergebnisse Jahr für Jahr neu erkämpft werden müssen. Ohnehin seien Bilanzen lediglich Augenblickaufnahmen. Gerade in der heutigen Zeit. So  setzten zunehmend staatliche Regelungen der Beweglichkeit von Firmen im Energiesektor immer engere Grenzen. Insbesondere die Bestimmungen bezüglich des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ließen so manches graue Haar wachsen. Nicht zuletzt müsse man sich in der Lausitz und speziell in Spremberg auch mit dem anhaltenden Bevölkerungsrückgang, der sich unmittelbar auf das Geschäft niederschlage, auseinandersetzen.
Einen besonderen Dank gibt Harald Geißler an die Kunden der Städtischen Werke weiter: „Sie sind die Basis des Unternehmens. Ihnen gebührt auch in Zukunft das größte Augenmerk.“ Wichtigstes Kapital seien indes die Mitarbeiter der SWS. Ohne ihre Arbeit wäre der beste Chef nichts. Derzeit stehen 50 Menschen bei den Stadtwerken in Lohn und Brot.
Was Harald Geißler als frischgebackener Renter jetzt unternehmen wird? An allererster Linie stehen natürlich seine Frau und die Familie. Dann, so kündigt der 64-Jährige an, seien Haus, Hof und Garten an der Reihe. Dort könnte in einem halben Jahr wieder Ordnung eingekehrt sein. Und dann? „Melde ich mich vielleicht wieder bei den Stadtwerken zurück“, so Geißler augenzwinkernd.
Seit 1. Oktober sitzt nun Michael Schiemenz, ein gebürtiger Lauchhammeraner, auf dem Stuhl des SWS-Geschäftsführers. Der 46-Jährige ist bereits seit 20 Jahren im Unternehmen tätig. Große Aufgaben warten. Beispielsweise beim Personal. „In den kommenden zwei, drei Jahren gehen mehrere Mitarbeiter in den Ruhestand. Wir müssen uns rechtzeitig um Nachbesetzungen der Stellen kümmern.“ Zudem blieben die Städtischen Werke auch weiterhin ein verlässlicher Partner von Stadt und Region.


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert