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Glücksbringer freuen sich über Nachwuchs

8. Januar 2016 | Von | Kategorie: Region |

Glücksbringer freuen sich über Nachwuchs

Bei der Glückstour der Schornsteinfeger machten die Glücksbringer der Region auch in Ortrand Halt. Hierbei wurde eine Spende an krebskranke Kinder übergeben

Innungsobermeister der Schornsteinfeger der Region hebt abwechslungsreiche Tätigkeit hervor:
Region (mk). Ab geht es mit dem Stoßbesen und dem Schultereisen von Haus zu Haus und von Dach zu Dach um die Schornsteine von Ruß zu befreien. Der Schornsteinfeger auf dem Dach – dieses Bild verbinden viele mit dem Beruf.
Allerdings sind die Schornsteinfeger immer seltener auf den Dächern anzutreffen. Das hat viele Gründe, erklärt der Cottbuser Innungsobermeister Lars Böhrenz. Einer ist die gestiegene Verwaltungsarbeit. Fast die Hälfte der Arbeit findet so mittlerweile am Schreibtisch statt, erklärt der Schornsteinfegermeister. Feuerstättenbescheide,  Emissionsschutzanforderungen, Wärmeschutzverordnungen und vieles mehr müssen die Glücksbringer im Kopf haben. Längst sind sie so zu Sicherheits- Umwelt- und Energieexperten geworden. Das beratende Gespräch gehört heute viel stärker zum Arbeitsalltag als einst. Kommunikationsfähigkeit und ein freundlicher Umgang mit Menschen ist deshalb gefragter denn je, weiß Lars Böhrenz.
Während sich das Kehren selbst in den Jahren kaum verändert hat, sind die Messverfahren immer moderner geworden. Kenntnisse in Mathe, Physik, Chemie und Computertechnik sind gefragt.  Der Schornsteinfegerberuf ist anspruchsvoll und abwechslungsreich. „Dennoch fehlt uns der Nachwuchs“, sagt Lars Böhrenz. In Brandenburg an der Havel gibt es ein eigenes Weiterbildungszentrum der Landesinnung. So bleiben die „Experten in Schwarz“ immer auf dem neuesten Stand.

Glücksbringer freuen sich über Nachwuchs

Auch wenn sich die Anforderungen an den Beruf des Schornsteinfegers stark gewandelt haben -eines wird wohl immer bleiben: die Nachfrage sich mit den Männern und Frauen in schwarz fotografieren zu lassen Fotos: Schornsteinfegerinnung Cottbus

Ein anderer Grund immer seltener auf die Dächer zu steigen, sind natürlich die Feuerstätten selbst, die sauberer und somit rußarmer werden. Zudem stagniert der Bestand an Feuerstätten. Der Kehraufwand wird geringer. Dennoch ist der Schornsteinfeger gefragter denn je. Von der Heizungsberatung bis zum Einbau von Lüftungsanlagen ist ihr Wissen gefragt. Ab 2017 werden die Schornsteinfeger zudem sogenannte Energielabel an die Gas- und Ölheizungen anbringen. Ähnlich wie bei den Kühlschränken (ABC Klassen) wird so der energetische Wirkungsgrad gekennzeichnet. Neue Geräte haben dieses Label bereits. Alte werden nachgerüstet. Die sogenannte Ofenampel reicht von grün bis rot. Je nach Emissionseinstufung werden dann Nachrüstungen bis zu bestimmten Stichjahren vorgeschrieben.
Der Schornsteinfegerberuf ist einer mit Zukunft. Bundesweit sind 14 Millionen Gebäude zu kehren. In einem Jahr werden etwa 1,4 Millionen Mängel festgestellt, geht aus den Erhebungen vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerkes hervor. Für den Brandschutz sind die Glücksbringer ein Glücksfall.




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