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„Grimms Kram“ im Klassenzimmer - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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„Grimms Kram“ im Klassenzimmer

4. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Cottbus |

„Grimms Kram“ im Klassenzimmer

Johannes Kienast (l.) und Michael von Benningsen vom Staatstheater Cottbus in einer Klasse 5 der Cottbuser Christoph-Kolumbus-Grundschule. Sie sind Hänsel und Gretel, die Kinder spielen die Geräusche des Waldes und picken als Vögel die ausgelegten Tic-Tacs auf H.

Anmerkungen zu einer märchenhaften Schulstunde mit Schauspielern
Cottbus. Zwei Märchenprinzen in der 5. Klasse. Geht sowas heutzutage?
Und wie! Die Schauspieler Michael von Benningsen und Johannes Kienast, junge Burschen genau im Alter zwischen Vätern und Schülern, machen sich in Alltagssachen auf den Weg ins Klassenzimmer einer Fünften in der Sandower Christoph-Kolumbus-Schule. Der olle Koffer voller „Grimms Kram“ ist nicht ihr einziges Problem. Ihr „Chef“ hat ihnen eine schwere Aufgabe gestellt. Unlösbar. Oder doch nicht? An einem Wort ein Märchen erkennen? Und überhaupt – Märchen! Wie aus der Situation geboren, entwickelt sich das Klassenzimmer-Stück von Michael Böhnisch in sparsamer Ausstattung von Hans-Holger Schmidt. Staatstheater unterwegs.
Also, bereit? Die Kinder spannen. „Knusper, knusper…“ Volltreffer! Märchen um Märchen entdecken sich, Grimm für Grimm. Aber nicht genug. Als wär’s den Kindern eingefallen, ist plötzlich der Wunsch nach  Fühlen, nach Erleben, nach Dabeisein im Raum. Herrlich ziert sich der eine, das Mädchen Gretel zu sein, grimmig knurrt der andere als Wolf, und so ziert sich kein Kind, als Baum zu knarren, als Eule zu rufen oder wie ein Wolf zu heulen. Aber warum lacht die Hexe? Wieso picken wir Vögel alle Tic-Tac-Brotkrumen auf? Und unversehens entstehen prinzipielle Fragen: Kann man durch Märchen etwas über sich selbst erfahren? Möchtest du Prinz sein oder Frosch…?
70 Minuten vergehen im Fluge. Micheal und Johannes bekommen viel Beifall und geben ihn zurück: „Ihr habt toll mitgemacht.“ Und nun hat Lisa Fragen. Habt ihr Traumrollen? Klar. Michael will Franz Mohr sein, Johannes der Hamlet. Wie Kollegen fachsimpeln Kinder und Schauspieler nach dieser gemeinsam bewältigten Inszenierung.              J. Heinrich




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