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Gubens „Dörfer“ sind voller Unternehmenslust

Guben | Von | 19. Juni 2015

150620

Typisch für Groß Breesen: viele der scheinbaren Eigenheime sind auch Unternehmensstandorte. Wer langsam die Straße entlang fährt, wird zahlreiche Firmenschilder erblicken. Der Breesener Storchenhorst ist dieses Jahr leider leer geblieben, sehr zum Bedauern der Einwohner. Das Haus mit der verzierten Fassade ist leider stark verfallen, aber längst nicht aufgegeben – Sanierungspläne soll es geben

Potential liegt im Tourismus / Stolz auf die Kita:
Groß Breesen (ha). Seit 2009 die Straße Richtung Neuzelle von Pflaster auf Asphalt „umgestellt“ wurde, hat sich hier vor allem eines beschleunigt – der Verkehr. Schade eigentlich, denn eine langsame Fahrt würde viele Autofahrer staunen lassen. Der Gubener Ortsteil steckt voller Unternehmertum. „Wir haben hier eigentlich alle Gewerke, vom Frisör bis zum Autohändler“, sagt Tischlermeister Ronny Brandl, der die Tischlerei seit 2006 führt, die sein Vaters Josef 1986 am selben Standort in der Groß Breesener Straße aufbaute. Meist sind es solch kleine Handwerks- oder Dienstleistungsbetriebe wie seiner, eingerichtet im Wohnhaus mit Nebengelass oder im Nachbargebäude auf dem Hof. „Wer genauer hinschaut, wird viele Firmenschilder am Straßenrand entdecken.“ Seine wirtschaftliche Nische zu finden sei nicht leicht, besonders nicht durch die Konkurrenz in Polen, sagt er. Aber gute Handarbeit und Vielseitigkeit setzen sich durch. Im Umkreis von rund 50 Kilometer kommen Kunden zu ihm, sagt er.
Die zahlreichen Bauerngehöfte, die einst auch den dörflichen Charakter prägten, gibt es nicht mehr. Landwirtschaft schon, auch Gärtnerei und Floristik sind hier Zuhause. „Leider kein Bä­cker mehr und auch kein Einkaufsmarkt“, findet Klaus Schneider, der gern im Kindergarten hilft und dort auch mal eine Geschichte vorliest. „Ich bin froh, dass wir den Kindergarten erhalten konnten, das war nicht leicht“, erinnert er sich. Jetzt ist die ehemalige Schule gut gefüllt mit den Jüngsten und auch mit Hortkindern. Die Erzieher unternehmen viel mit den Kindern, sind auch oft in Betrieben zu Gast, wo die Kinder erste Berufsbilder kennenlernen. Vielleicht bleiben sie ja nach der Schule hier und lernen einen Beruf in einem der vielen Firmen in Groß Breesen und Bresinchen. Touristisch könnte sich besonders wegen der Idylle Bresinchens noch einiges tun, denn die Zahl der Radler steigt, die von den Seen kommend in die Groß Breesener Straße einbiegen, Richtung Stadtzentrum.



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