Dr. Dietrich-Heßmer-Platz: Hier schlägt das Herz der Stadt Lauchhammer

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Seit zwei Jahren gibt es den Imbiss von Besir Tass (Inhaber) und Metin Tass im Herzen von Lauchhammer. Im Angebot sind Döner aller Art, auch Chicken sowie vegetarisch, ebenso eine große Salatvielfalt Fotos: Sandra Panitz
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Dr. Dietrich-Heßmer-Platz gilt als Lauchhammeraner Schmuckstück / Viele attraktive Geschäfte:
Lauchhammer (trz). 1896? 1996? 2016? Das war doch was! Na klar, ein Jubiläum steht im Herzen von Lauchhammer bevor. Die Germania auf dem Dr. Dietrich-Heßmer-Platz begeht in diesem Jahr gleich zwei Jubiläen. Denn vor 120 Jahren, genau am 10. Mai 1896, wurde das fünf Meter hohe Original eingeweiht. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges verschwand die „Dame“ wahrscheinlich als Beute eines Buntmetalldiebes. Anno 1996 wurde die heutige Kopie an historischem Platz aufgestellt. Seitdem sind erneut 20 Jahre vergangen. In dieser Zeit hat sich auch der komplette Markt, wie der Heßmer-Platz im Volksmund auch oft genannt wird, stark gewandelt. Befand sich einst der Lauchhammeraner Busbahnhof direkt auf diesem Areal, laden heute diverse Sitzgelegenheiten, ein schmuckes Ambiente, der Stadtgarten sowie attraktive, teils traditionsreiche Geschäfte zum Bummeln und Kaufen ein.
In vierter Generation
Beispielsweise die Bäckerei Noack, gegründet am 1. Mai 1900. Heute führt Josephine Noack den Familienbetrieb bereits in vierter Geschäftsgeneration. Gebacken wird nach altbewährten Familienrezepten. Spezialitäten sind Frankfurter Kranz, Mischbrote und Pfannkuchen. Inzwischen verfügt die Bäckerei Noack über drei Geschäfte.
Unweit des Heßmer-Platzes befinden sich seit 1994 die Geschäftsräume der Firma Haus- und Heizungstechnik, Miertzsch- & Schnabel GmbH. Das achtköpfige Unternehmen bemüht sich seit dieser Zeit alle Kundenwünsche fachgerecht und immer in hoher Qualität zu realisieren.
Zudem laden weitere Firmen an den Heßmer-Platz und in dessen Umfeld, wo das Herz der Stadt schlägt, ein, etwa das Nähstübchen Birkigt als Ansprechpartner für kleinere und größere Handarbeiten, das Spezialgeschäft „MaiDo“ als Teeladen der besonderen Art, das Nagelstudio „Elixier der Schönheit“ sowie die Sonnen-Apotheke.
Wer war Dr. Heßmer?
Nun stellt sich natürlich die Frage, warum der Marktplatz von Lauchhammer-Mitte, dem früheren Bockwitz, den Namen Dr. Dietrich Heßmers trägt. Um es einfach zu beantworten: Weil der Pfarrer einen maßgeblichen Anteil daran hatte, dass der Ort am Ende des Zweiten Weltkrieges von größeren Zerstörungen verschont blieb.
Die entsprechende Geschichte klingt abenteuerlich, ist aber wahr. Denn Dr. Dietrich Heßmer öffnete dem ebenfalls aus dem Ländchen stammenden Kommunisten Max Baer, nach dem in Lauchhammer ebenfalls eine Straße benannt ist, die Tür der markanten St. Nikolai-Kirche. Baer stieg schnellen Schrittes die vielen Stufen auf den weithin sichtbaren Turm hinauf. Oben angekommen, hisste der mutige Mann die weiße Fahne. Damit wurde der Roten Armee signalisiert, dass die Bockwitzer die Waffen strecken würden. Somit nahm der Krieg im April 1945 für das Mückenberger Ländchen ein glimpfliches Ende.
Die gute Stube
Heute ist der Dr. Dietrich-Heßmer-Platz ein Ort des Vorzeigens, des Bummels und des Flanierens. Oder anders ausgedrückt: die gute Stube der Stadt Lauchhammer. Zentral gelegen bietet er neben den vielen kleineren und größeren Firmen ausreichend Raum zum Entspannen. Mehrere Bänke laden ein. Und nicht zuletzt gehört die „Germania“ zu einem der beliebtesten Fotomotive der Stadt.


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