
Woidke und Kunst eröffnen Museum mit Passionsdarstellungen:
Neuzelle (C.B.). Seit dieser Woche hat die Region ein neues Museum: Mit dem feierlichen Durchschneiden eines Bandes eröffneten gestern Vormittag (19.3.) Ministerpräsident Dietmar Woidke und Kulturministerin Sabine Kunst das Museum „Himmlisches Theater“ im Kloster Neuzelle, in dem Passionsdarstellungen vom Heiligen Grab gezeigt werden. Diese gehören zu den bedeutendsten Kunstwerken aus der Ausstattung des Klosters. Europaweit gelten sie sogar nach Umfang, Größe und künstlerischer Qualität als einzigartig.
Die Neuzeller Passionsdarstellungen vom Heiligen Grab wurden um 1750 vom böhmischen Maler Joseph Felix Seyfried geschaffen. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde das monumentale Barocktheater in der Passionszeit in Neuzelle aufgebaut. 15 Szenen in fünf Bühnenbildern illustrieren mitreißend die biblischen Ereignisse von Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu Christi. Sie stehen damit in der jahrhundertelangen Tradition der Heiligen Gräber in Mitteleuropa.
Zwei der insgesamt 15 rund sieben Meter hohen Bildszenen sind künftig dauerhaft im neu eröffneten unterirdischen Museumsbau zu sehen. Erstmals seit über 150 Jahren sind damit die Szenen Judaskuss und Kreuztragung nach ihrer Restaurierung mit ihren Bühnenbildern wieder vollständig in der Öffentlichkeit zu sehen.
Für das breite Publikum öffnet das neue Museum ab heute (Sa.) seine Pforten. Die Neueröffnung wird bis Sonntag mit Licht- und Toninstallationen, Konzerten und Passionsandachten gefeiert. Geöffnet ist fortan täglich von 10 bis 18 Uhr.
Seit 1993 wurden rund 52,5 Millionen Euro an Landes-, Bundes- und EU-Mitteln sowie an privaten Spenden in die umfassende Sanierung und Wiederherstellung des Klosters Neuzelle investiert.
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