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Industrie- und Gewerbegebiet Jänschwalde lebt nicht nur vom namengebenden Großkraftwerk

Region | Von | 27. August 2003

Kraftwerk

Dunkle Wolken über den drei Schornsteinen des Kraftwerkes Jänschwalde: ihr Schicksal ist besiegelt. Vom Westturm wurden bereits fast zwei Etagen abgetragen. Sind die Türme beseitigt, befindet sich das Industrie- und Gewerbegebiet Jänschwalde stets im schönsten Sonnenlichte.

Jänschwalde (tr). Wer an klaren Tagen den Blick von der Görlitzer Landeskrone nach Norden schweift, erblickt am Horizont die Wolkentürme des circa 100 Kilometer entfernten Kraftwerkes Jänschwalde. Es ist mit seinen sechs Blöcken und der damit verbundenen Leistung von 3 000 Megawatt das größte Braunkohlenkraftwerk Europas. Dieser Vattenfall-Energiegigant bietet nicht nur Lohn und Brot für die Kraftwerker, sondern unter anderem auch für die Beschäftigten im direkt östlich angrenzenden Industrie- und Gewerbegebiet Jänschwalde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schweißtechnik

Horst Plonka, Betriebsstättenleiter der KMI GmbH, präsentiert einen Teil der hochmodernen Schweißtechnik seiner Firma, die natürlich auch Privatkunden zur Verfügung steht.

Bunter Firmenmix
Über 30 Firmen sind hier auf etwa 35 Hektar beheimatet. Sie sind unter anderem in den Branchen Stahlbau, Korrosionsschutz, Gerüstbau, Werkstoffprüfung, Instandhaltung und Elektrotechnik tätig. Fast alle hier ansässigen Unternehmen sind mit dem Kraftwerk liiert, zudem Grund und Boden der Vattenfall Europe gehören. Ein Beispiel stellt Kraftwerke- und Maschinenanlagen Instandhaltung GmbH (KMI) dar. Zwar befindet sich der Geschäftssitz im südlichen Schatten der Landeskrone, genauer in Hagenwerder, doch finden in der Betriebsstätte Jänschwalde 16 gewerbliche Mitarbeiter Lohn und Brot. Lohn und Brot durch Kraftwerksaufträge spielen da eine nicht unerhebliche Rolle. Ein fünftel der Aufträge kommen aus dem Kraftwerk Jänschwalde. Die KMI ist zudem ein anerkannter Schweißfachbetrieb, dessen Dienstleistungen gern auch von Privatkunden genutzt werden können. Die Firmen im Industrie- und Gewerbegebiet Jänschwalde, beispielsweise die Stahlbau DSD GmbH, die Forster Industrie- und Kesselreinigung GmbH, oder auch die Burtherm Feuerungsbau GmbH, schätzen die enormen Standortvorteile dieses Areals.

 

Gewerbegebiet Jänschwalde

Breite Straßen, moderne Industrieanlagen und kompetentes Firmenpersonal kann das Industrie- und Gewerbegebiet Jänschwalde sein Eigen nennen.
Fotos: Richter

Prima Infrastruktur
Zum einen ist eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur gegeben. Die Autobahn 15 Lübbenau-Forst ist mit ihrer Anschlußstelle Roggosen lediglich zehn Kilometer vom Industriegebiet entfernt. Zudem muß nur eine Ortschaft (Heinersbrück) durchquert werden. Die wichtige B 97 von Guben über Cottbus nach Dresden ist in vier Kilometern Entfernung zu erreichen. Der Bahnhof Peitz-Ost liegt de facto direkt „vor der Haustür“. Außerdem befindet sich der Regionalflughafen Drewitz nur fünf Kilometer entfernt. Ein weiterer wichtiger Pluspunkt für dieses Industriegebiet stellt die sehr hohe Industrieakzeptanz in der Bevölkerung laut des Standort- exposés der BIQ mbH dar.

Kompetente Leute
Des weiteren sind zahlreiche hochqualifizierte Arbeitskräfte vorhanden. Diesen Aspekt kann Horst Plonka, Betriebsstättenleiter der KMI GmbH, nur bestätigen: „Wir haben unseren Standort extra an dieser Stelle, weil gut ausgebildetes und erfahrenes Personal vom Kraftwerk zur Verfügung steht“. Die KMI GmbH bildet selber in Jänschwalde einen Lehrling zum Industriemechaniker aus. In der Tat setzt sich das Personal zum großen Teil aus der einstigen Kraftwerksbelegschaft zusammen. Anfang der neunziger Jahre erfolgten die Ausgliederungen zahlreicher, direkt im Kraftwerksbereich angesiedelter Firmen. Sie bilden heute das Gros der Unternehmen im hiesigen Industriegebiet.

Gesicherte Zukunft
Noch mindestens 20 Jahre wird die Kohle in den benachbarten Tagebauen reichen, um das Kraftwerk zu versorgen. Vor allem durch das Kraftwerk haben die im Industrie- und Gewerbegebiet Jänschwalde beheimateten Firmen eine auf Jahrzehnte gesicherte Zukunftsperspektive. Nur die Türme werden weichen.

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