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Forst: „Keine Abstimmung über Wenden“ - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Forst: „Keine Abstimmung über Wenden“

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Forst: „Keine Abstimmung über Wenden“

20. Mai 2016 | Von | Kategorie: Forst & Döbern |

Forst: „Keine Abstimmung über Wenden“

Dass Horno zum Siedlungsgebiet der Sorben oder Wenden gehört ist unumstritten. Große Uneinigkeit herrscht bei den Forster Stadtverordneten darüber, ob nun auch Forst als Stadt selbst zum Siedlungsgebiet erklärt werden solle F: CGA-Archiv

Stadtverordnete stimmen gegen eine Zugehörigkeit zum Siedlungsgebiet:
Forst (mk). Erregte Gemüter bei den Stadtverordneten. Soll Forst neben Horno künftig als Siedlungsgebiet der Sorben oder Wenden gelten? An dieser Frage schieden sich am 13. Mai die Geister der Bürgervertreter. Dr. Jens Holger Wußmann (CDU) betonte, dass es sich dabei um keine Abstimmung über Sorben oder Wenden handele. Wo diese Unterstützung benötigen, werden sie diese auch künftig bekommen, betonte der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten. Diese Siedlungsgebiet-Frage erklärte er als Verwaltungsakt, bei dem kein Vorteil für die Stadt entstehe. Forst, so Dr. Jens Holger Wußmann, lebe mit vielen Nationalitäten friedlich zusammen. Das Forst ein Siedlungsgebiet der Wenden und Sorben sein soll, sieht er nicht. Zudem, so seine Nachfrage vor den Toren der Stadt, sind auch alle Ortsvorsteher an einer solchen Aufnahme nicht interessiert. Ingo Paeschke von der Linksfraktion hielt dagegen. So argumentierte er, dass es sehr wohl sorbische Traditionen in der Kernstadt gebe. Hier müssen etwa auch die aus Klinge oder Weißagk umgesiedelten Menschen mit einbezogen werden. Diese bekennen ihre Zugehörigkeit zwar nicht auf der Straße, empfinden sich aber trotzdem als zugehörig. Der fraktionslose Norman Nowka versicherte, dass die Betroffenen auch künftig jede Unterstützung der Stadt für die Brauchtumspflege bekommen werden. Klaus-Dieter Stenzel (SPD) warnte davor, zwischen der Stadt und den Ortsteilen eine Unterscheidung vorzunehmen. „Wir sind eins“, betonte er. Allein deshalb müsse auch die Kernstadt als Siedlungsgebiet gelten.
Der Hornoer Bürgermeister Bernd Siegert erklärte, dass die Stadt Minderheiten wegdränge, so als ob es diese nicht gebe. Die bisherige Unterstützung der Stadt rückte er in kein gutes Licht. Der Kampf um zweisprachige Ortseingangsschilder für Horno sei hier nur ein schlechtes Beispiel gewesen. „Wir werden abgestellt“, sagt der Ortsbürgermeister und verweist auf die vielfältige finanzielle Unterstützung der Hornoer Stiftung für Projekte in der Stadt.
Dem Antrag der CDU-Fraktion den Status quo zu erhalten, also dass Horno weiter zum Siedlungsgebiet gehört und Forst mit den anderen Ortsteilen nicht, stimmten 16 Stadtverordnete zu. Dagegen stimmten 12 Stadtverordnete. So lehnten die Bürgervertreter es mehrheitlich ab, dass die Stadt als Siedlungsgebiet der Sorben und Wenden aufgenommen wird.




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