
Bürgermeister Handrow: Räume sind da, es fehlt nur das vernünftige Wort:
Kolkwitz (Hnr.) Schulpolitisch „sind wir hier im ländlichen Raum nur als Füllkörper gefragt“, formulierte Bürgermeister Fritz Handrow (CDU) bei einem Treffen mit Unternehmern dieser Tage drastisch. Seit Jahren kämpft er für eine weiterführende Schule, die hier vor Jahren in klarer politischer Fehlentscheidung der Schulamtsbereichs geschlossen wurde. Heute müssen Eltern künftiger Siebtklässler praktisch für ihr Kind auf Betteltour gehen, um sie in einem Gymnasium oder einer Gesamtschule unterzubringen. Pro Jahrgang betrifft das etwa 70 Mädchen und Jungen, die nach Calau, Burg, Vetschau oder sogar Herzberg fahren müssen. Dieser unsinnige Tourismus hat den schädlichen Nebeneffekt, dass die Kolkwitzer Heranwachsenden am Schulstandort ihre Freunde finden un in den heimatlichen Ortsteilen dem Vereinsleben als Nachwuchs verloren gehen.
„Seit Frühjahr 2014 gibt es eine Schulinitiative“ in Kolkwitz, deren Sprecher dieser Tage bei heimischen Unternehmern um ideelle Unterstützung warb. Praxisnaher Unterricht stehe sogar im aktuellen Regierungsprogramm. Kolkwitz ist unternehmerisch stark aufgestellt – auch deshalb müsse es hier eine weiterführende Schule geben, damit die Gemeinde Einfluss nehmen kann auf eine gute Ausbildung des Nachwuchses.
Möglichst schon ab Schuljahr 2015/16 will Kolkwitz mit Jahrgangsstufe sieben eine Schule des auch aus Cottbus stark nachgefragten Gesamtschultyps eröffnen. Fritz Handrow sagt: „Die Räumlichkeiten stehen neben der Grundschule bereit dafür, alles andere werden wir lösen.“ Die Entscheidung liegt beim zuständigen Schulamt.
Diese Woche war Bildungsminister Günter Baaske (SPD) im Ort. Ihm wurden 3 834 Unterstützerunterschriften für das Anliegen übergeben. Der Minister hielt sich bedeckt; Schulstandorte gehören nicht in sein Kompetzenzspektrum.










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