Cottbus (MB). Die LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG gibt Entwarnung: Trotz zunehmender öffentlicher Diskussion um sogenannte PFAS, auch bekannt als „Ewigkeitschemikalien“, ist das Trinkwasser aus den Wasserwerken der LWG nicht belastet. „Wir führten bereits 2023 Untersuchungen an unseren Wasserwerksausgängen durch“, erklärt Technikchef Jonas Krause. „Bei sämtlichen Proben aus unseren Wasserwerken lagen alle Werte unter der Nachweisgrenze.“
Auch das Gesundheitsamt der Stadt Cottbus nahm bereits eigene PFAS-Messungen in den Cottbuser Wasserwerken vor – mit demselben Ergebnis: Alle untersuchten Werte lagen unterhalb der zukünftig geltenden Grenzwerte. PFAS – per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen – sind in der Industrie wegen ihrer wasser-, fettund schmutzabweisenden Eigenschaften weit verbreitet, stehen aber zunehmend wegen ihrer gesundheitlichen und ökologischen Risiken in der Kritik. Da sie in der Umwelt kaum abgebaut werden, gelten sie als besonders langlebig. Auch der Gesetzgeber reagiert: Die neue Trinkwasserverordnung führt ab 2026 stufenweise Grenzwerte für PFAS ein. Bereits ab Januar 2026 gilt ein Grenzwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter für 20 häufig vorkommende PFAS-Verbindungen, ab 2028 folgen noch strengere Vorgaben.
Die LWG sieht sich durch ihre frühzeitigen Maßnahmen gut vorbereitet. Gleichzeitig spricht sich das Unternehmen wie viele Vertreter der Wasserwirtschaft für mehr Herstellerverantwortung aus: „Es braucht klare Regeln und einen Wandel in der Industrie.“, betont Jonas Krause.
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