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Mühleninsel mauserte sich von der Brache zum Gesundheits- und Wohnstandort

Region, Cottbus | Von | 15. Juni 2018

Vor 15 Jahren bewies Familie Schnapke an der Franz Mehring-Straße unternehmerischen Mut.

 

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Dieser Mühleninsel- Plan, der in den Spreearkaden hängt, zeigt, was hier in kurzer Zeit auf einer einstigen Brachfläche entstanden ist

 

Cottbus (MB). Frauenärztin, Kinderärztin, Hautärztin, Fachärztin für Psychiatrie, logopädische Praxis, Fachärztin für Innere Medizin und Hautärztin, oder Physiotherapie – die Spree-Arkaden auf der Cottbuser Mühleninsel haben sich zu einem Ärztehaus und somit gefragtem Gesundheitsstandort mitten in der Stadt entwickelt. Wer das Gelände rund um das einstige Fabrikgebäude vor 15 Jahren kannte, kann heute nur staunen. Aus einer Industrieruine, die von Brachland umgeben war, ist heute ein gefragter Ort geworden.
500 Menschen besuchen hier täglich die Dienstleister oder Angehörige, die im Pflegezentrum „Mühleninsel“ der Medicus GmbH leben.
Auch zahlreiche Wohnungen mit Betreuung sind hier entstanden, freut sich Jörg Schnapke, als Vertreter der Investorengruppe Schnapke, der zufrieden über das Gelände schaut. 200 Menschen leben nun auf der Mühleninsel und können die Spree rauschen hören. Der Mut vor 15 Jahren hier zu investieren, habe sich gelohnt, sagt er und betont: „Das Konzept ist aufgegangen“. Lediglich das Restaurant in der Fabrikantenvilla aus dem 19. Jahrhundert wurde nach zehn Jahren wieder geschlossen. Zumindest wurde die Villa vor dem sicheren Verfall gerettet. Diese war vor 15 Jahren eine Ruine und ist heute wieder ein Schmuckstück mit Büroräumen der Verwaltung.
Jörg Schnapke bedankt sich bei allen, die mitgeholfen haben, den Standort zu beleben. Insgesamt habe sich so das gesamte Umfeld von der Altstadt Richtung Sandow positiv entwickelt. Schließlich ist das Mühleninsel-Gelände über die Straße hinaus gewachsen. Das weithin sichtbare „Osttor“, eine Fußgängerbrücke in luftiger Höhe, verbindet die „Spree-Arkaden“ auf beiden Straßenseiten. Und das Beste: 250 Arbeitsplätze sind hier auf der Mühleninsel entstanden. Eine Arbeitgeberin ist Dr. med. Annett Schmidt. Der Investor ist froh, dass die Onkologin und Hämatologin seit Anfang des Jahres 2018 in den „Spree-Arkaden“ ihre neue Praxis bezogen hat. Am 6. Juni fand die offizielle Einweihung der neuen Räume statt. Annett Schmidt ist seit 1996 in Cottbus als Ärztin tätig. Seit 2006 als niedergelassene Ärztin mit eigener Praxis. Ihre Patientenzahlen stiegen stetig, sodass sie gern auf die größeren Räumlichkeiten in der Franz-Mehring-Straße 55 zurückgriff, erzählt Jörg Schnapke. Entstanden sind hier Praxisräume mit Wohlfühlatmosphäre.
Drei Behandlungsräume, drei Sprechzimmer und drei Funktionszimmer bieten viel Raum. Gerade bei der Chemotherapie verbringen die Patienten viel Zeit in der Praxis. So sollen sie sich hier auch wohlfühlen. Unterstützt wird Dr. Annett Schmidt durch die ärztlichen Kollegen Veselin Vasilev, der in Ausbildung zum Transfusionsmediziner ist, sowie durch den Facharzt für Orthopädie Friedrich Kühn, der auf dem Weg ist, diesen mit einem zweiten Facharzt in Allgemeinmedizin zu ergänzen. Jörg Schnapke ist sich sicher, dass sich in den neuen Räumen nicht allein die schwerkranken Patienten sondern auch die Mitarbeiter wohlfühlen werden. Mit einem „Focus Top-Mediziner-Siegel“ wurde erst kürzlich die Praxis hervorgehoben und empfohlen. Diese fachliche Kompetenz auf der Mühleninsel führt zu einem regen Treiben hier. Patienten der Praxis Annett Schmidt reisen etwa aus Forst, Spremberg, Weißwasser, Lübben, dem Elbe-Elster-Kreis, dem OSL-Kreis und dem gesamten Spree-Neiße-Kreis an. Auch diese beleben nicht allein den Standort, sondern auch die Cottbuser Innenstadt.
Zur Historie
Das heutige Dienstleistungs- und Gesundheitszentrum befindet sich in dem in den 80er-Jahren des 19. Jahrhunderts gegründeten Fabrikkomplex des Tuchfabrikanten Gustav Hermann Elias. Der Unternehmer betrieb hier zunächst eine Wollhandlung und-wäscherei. Bereits 1890 konnten die ersten Tuche die Produktionsstätten verlassen. Der gesamte Industriestandort wechselte in den Folgejahren mehrfach die Mieter, die jeweils eigene Nutzungskonzepte verfolgten. Nach dem Zweiten Weltkrieg beherbergten die Gebäude die Lausitzer Versorgungswerke, die Süßwarenfabrik „VEB Spreewald“ und Betriebsteile des Polstermöbelwerkes Cottbus. Übrigens: Die heutige Franz-Mehring-Straße durchquert das Fabrikareal erst seit 1927. Vorher bildeten die Gebäude der heutigen Wachsbleiche von der Nordseite der Straße bis zur südlich gelegenen Mühleninsel ein in sich abgeschlossenes Terrain. Übrigens: Der Eliaspark wurde 1902 durch die Stiftung
des Kommerzienrates Herman Elias als Erholungsort für die Mitarbeiter geschaffen.



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