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Noch ein Leichhardt-Denkmal - Märkischer Bote
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Noch ein Leichhardt-Denkmal

6. November 2015 | Von | Kategorie: Region |

Noch ein Leichhardt-Denkmal

Viel Beifall bekam Ludwig Leichhardt (l.), als er Bernd Boschan, Amtsdirektor von Lieberose-Oberspreewald, eine Bronze-Skulptur des Australienforschers überreichte, die der international bekannte Künstler Bodo Muche aus dem australischen Queensland geschaffen hat. Leichhardt: „Dies ist nur das kleine Modell. Ich möchte, dass die Figur schon bald in Lebensgröße in Berlin steht.“ Einen konkreten Ort gebe es dort noch nicht, aber positive Vorgespräche Fotos: J. Heinrich

Elisabeth Wolfs Neffe plant seinen lebensgroßen Ururgroßonkel für Berlin  10. Leichhardt-Konferenz in Goyatz / Thriller vom Aufragsmord als e-book:
Region (j.h.). Vermutlich wird Cottbus – wenn überhaupt – nicht das erste deutsche Leichhardt-Denkmal errichten. Das war eine der Botschaften von der aus dem Cottbuser Raum nur dürftig besetzten 10. Leichhardt-Konferenz in Goyatz. Im Vorjahr hatte die Konferenz mit bester Besetzung in Cottbus stattgefunden. Hier war, ausgehend von der Denkmal-Initiative dieser Zeitung, erstmals der Leichhardt-Preis des brandenburgischen Bildungsministeriums in Form eines Mini-Modells dieses Denkmals verliehen worden. Dieser Preis ist am Dienstag, 03.11. in Goyatz erneut vergeben worden.
Das Cottbuser Denkmal spielte hingegen nur eine Nebenrolle. Die Cottbuser Referentin Daniela Paulig stellte das Projekt stark verkürzt vor, erwähnte aber immerhin, dass die Stadt zu 2016 Mittel für den Denkmalstandort am Oberkirchplatz eingestellt habe. Das Interesse der Leichhardtianer vom Schwielochsee war gering. Es reduzierte sich auf die Frage, was sowas koste. Nach der Antwort „viel, aber in fünf Jahren, wenn es denn so weit sein sollte, noch viel mehr“, war das Thema erledigt.
Beifall, auch von den Cottbusern, bekam hingegen Ludwig Leichhard der Jüngere, Ur-Ur-Großneffe des Entdeckers und als Neffe der Cottbuser Ehrenbürgerin Elisabeth Wolf mit Cottbus und den hiesigen, längst verstorbenen Leichhardt-Pionieren Dr. Herbert Scurla und Dr. Heinz Haufe gut vertraut. Er hält diese Stadt für keinen guten Ort der Leichhardt-Ehrung und schlägt gar vor, dem Leichhardt-Gymnasium diesen Namen zu entziehen. Es komme keinerlei Impuls aus dieser Schule. In Australien hat der Berliner letztes Jahr Gespräche zu Schulkontakten geführt. Zum Cottbuser Gymnasium habe er keine Verbindung.
Ergebnis jener Reise ist auch ein Angebot des Künstlers Bodo Muche aus Queensland, ein Bronzedenkmal für die deutsche Hauptstadt zu schaffen. „Er hatte die Skulptur schon fertig, als wir uns kennenlernten. Er war begeistert, dass ich meinem Vorfahren so ähnlich sehe“, berichtet der Berliner Leichhardt, der sein Berufsleben als Dipl.-Ing. für Schwermaschinenbau verbracht hat. Er schenkte Amtsleiter Bernd Boschan für sein vieljähriges Engagement um das Leichardt-Land am Schwielochsee die jugendlich wirkende Bronze-Figur und warb für Unterstützung für das lebensgroße Denkmal in Berlin. Bundespräsident Norbert Lammert habe ihm schon Hilfe zugesichert, „die sich aber wegen der Griechenland-Krise verzögert.“
Impulse für Region
Eingangs hatte Amtsleiter Boschan umfassend dargelegt, dass seit der Gründung eines Leichhardt-Vereins in Trebatsch und der mit ihm begonnenen Konferenz-Reihe viele förderliche Impulse in das Kultur- und Touristikland geflossen seien. Er dankte Ideengeber Gerhard Schippan für zielstrebige Arbeit an der Marke „Leichhardt-Land“. Auch die Vernetzung mit Cottbus über den Leichhardt-Trail (den es auch in Australien gibt) und mit dem Spreewald durch die schon wiederholte „Australische Nachtwanderung“ als Beitrag zum Spreewald-Marathon sei fortgeschritten. Symposien und wissenschaftliche Konferenzen mit der BTU und der Uni Potsdam haben Erkenntnisgewinn und Nutzen für die Wirtschaftsregion gebracht, versicherte Boschan.
Dass jetzt im Zaucher Pfarrgarten „Leichhardt-Dahlien“ blühen, ist dem Cottbuser Werner Pfeil zu danken, der die Nachzucht einer durch Leichhardt-Schwager Schmalfuß schriftlich überlieferten „Georgine“ (so der frühere Name für Dahlien) anregte. Pfeil informierte über den erfolgreichen Auftritt der Leichhardt-Dahlie zur eben abgelaufenen Hafelland-BuGa.
Vor allem für junges Klientel arbeitet der Journalist Klaus Kilian an der „Leichhardt-Story“. Seine Ergebnisse jahrelanger sorgfältiger Recherche fließen in einen dreiteiligen Australien-Thriller. „Das Outback-Mysterium“ liegt als erstes eBook dieser – zugegeben: reißerischen – Trilogie vor. Kilian hat recherchiert, dass zu Leichhardts letzter Expedition zwei verurteilte Mörder gehörten. Und er weiß auch, mit welchem Auftrag und wer sie eingeschleust hat. Das alles liest sich für 3.99 Euro spannend. „Jedes Jahr reisen 50 000 Jugendliche zu staatlich geförderten „Working-Holidays“ nach Australien. Das ist meine Zielgruppe“, sagt der Autor. Auch er baut eine Art „Denkmal“.




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