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Ohne Kultur stirbt die Region: Trotz knappster Kassen bekennen sich Stadt und Land zur Kulturförderung

Region | Von | 4. Oktober 2003

Politpiano

Kuriose Verhältnisse diesmal beim PolitPiano: Ministerin Prof. Johanna Wanka und Dr. Michael Schierack (CDU) auf der linken Seite, Thomas Morys (SPD) rechts neben der Moderatorin Gabi Grube.
Fotos: J. Haberland

„Also, wenn ich nicht singen muss, sage ich ja“, antwortete Brandenburgs Wissenschafts- Forschungs- und Kulturministerin Johanna Wanka auf die Frage, ob gute Mathematiker auch musisch begabt sind. Seit genau drei Jahren bekleidet die studierte Mathematikerin das Ministeramt in Potsdam. Dorthin gelangte sie auf Empfehlung des damaligen Ministerpräsidenten Manfred Stolpe, der die gebürtige Sächsin seinem Koalitionspartner Jörg Schönbohm vorschlug. „Die schaue ich mir mal an“, sagte Schönbohm und selbst die damals noch nicht vorhandene CDU-Parteizugehörigkeit schreckte ihn nicht ab, Johanna Wanka als Ministerin vorzuschlagen. Der brandenburgische CDU-Chef und Innenminister wurde nicht enttäuscht. Ein Hauptziel der Ministerin Wanka besteht in der Schaffung eines Leistungslohnes für die Universitäten. Dieser soll zum Jahresbeginn an allen brandenburgischen Hochschulen eingeführt werden. Der Sinn besteht darin, dass die Hochschulen eine Grundausstattung erhalten und sich weitere Zuwendungen „erarbeiten“ müssen. Ein Kriterium wäre beispielsweise ein
hoher Absolventenanteil innerhalb der Regelstudienzeit. Ebenfalls stehen von Seiten des Landes die Mittel für die Grundsanierung der Cottbuser Stadt- und Regionalbibliothek bereit. Der SPD-Stadtverordnete Thomas Morys mahnte die noch fehlende städtische Co-Finanzierung an, „die unbedingt bereitgestellt werden muß, auch wenn dann der Umbauprozeß ein bißchen länger dauert“.

Mirko Schubert

Mirko Schubert, Student für Musikpädagogik an der fachhochschule Lausitz, erfreute die Talkgäste und das reichlich erschienene Publikum mit flotten und nachdenklichen Klängen auf dem hauseigenen Piano, hergestellt in der Neißestadt Forst.

Ganz konsequent hat sich die Stadt zu ihrer geplanten „Museumsinsel“ bekannt. Die Brandenburgischen Kunstsammlungen sollen ins Dieselkraftwerk am Amtsteich einziehen. Ministerin Wanka betonte, daß die „Kunstsammlungen den neuen Standort brauchen, wenn sie gut sein wollen“. Eine Entscheidung soll bis zum Jahresende 2003 fallen. Für ein entscheidendes kulturelles Cottbuser Medium, dem Staatstheater, hat sich das Land positioniert. „Brandenburg bekennt sich eindeutig zum Staatstheater“, bekundete Ministerin Johanna Wanka. Sie sei der Stadt „sehr dankbar, daß die angedachten Kürzungen nicht durchgesetzt wurden. Denn sonst wäre das Theater nicht zu halten gewesen“. Die Ministerin resümierte, daß es für das Staatstheater „gut aussieht“. Es wird auch definitiv nicht nach Potsdam umziehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Christina Giesecke

Unter dem Publikum im Presse-Café DoppelDeck befand sich diesmal auch die Kultur- und Sozialdezernentin Christina Giesecke (li). Sie betonte, daß der schwelende Kinostreit bei der Cottbuser Verwaltung höchste Priorität genießt.

Der dritte Gast des Abends, der Cottbuser CDU-Chef Dr. Michael Schierack, sieht im Erhalt von Kultur und Sport „einen großen Teil der Lebensqualität unserer Bürger“. Und weiter: „Kultur muß bei den Jugendlichen erfahrbar werden“. Der Stadtverordnete Thomas Morys befürchtet jedoch, daß insbesondere bei der Finanzierung von Sportvereinen die Entwicklung zunehmend „auf einen Crash-Kurs“ zusteuert. Im Sport wie in der Kultur sei man gut beraten, die vereinsspezifischen Besonderheiten zu berücksichtigen und die vorhandenen Mittel aufzustocken, so Thomas Morys.

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