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Ostrow – ehemals größtes Industriegebiet ist im Wandel - Märkischer Bote
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Ostrow – ehemals größtes Industriegebiet ist im Wandel

7. November 2014 | Von | Kategorie: Cottbus |

Ostrow – ehemals größtes  Industriegebiet ist im Wandel

Die ehemalige Streich- und Kammgarnfabrik Jürss Elger am Ostrower Damm wurde 2012/2013 von der eG Wohnen zu altersgerechten Wohnungen umgebaut

Stadtteil bietet heute zentrumsnahes Wohnen und vielfältige Geschäfte:
Cottbus (C.B.). Erste urkundliche Erwähnung findet das ehemalige Dorf Ostrow bereits 1498. Rund um den heutigen Ostrower Platz, einen regionaltypischen mittelalterlichen Dorf-anger, siedelten sich Kossäten und Büdner an. 1635 zählte das Dorf 35 Hofstellen. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts betrieben jene überwiegend Gartenbau und verkauften ihre Produkte auf den Cottbuser Märkten. Zeugnis legen davon heute noch die an der Ostseite des Ostrower Platzes in geschlossener Reihung vollständig erhaltenen bäuerlichen Wohnhäuser.
Mit Einsetzen der Industrialisierung im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Gärtnerdorf zum aufstrebenden Industrievorort und zum größten Industriegebiet der Stadt. Zahlreiche Tuchfabrikanten wählten vor allem das attraktive Ostrow für ihre Produktionsstätten. 1872 wurde das Dorf in die Stadt Cottbus eingemeindet. Noch heute sind Zeitzeugen der Industriearchitektur, oft in der typischen Verbindung von Produktionsstätte und Fabrikantenvilla, in Ostrow am prägnantesten erhalten. 1873 fiel der nördliche Bereich des Quartiers einem Brand zum Opfer. In der Folge entstand an diesem Standort ein Fabrikneubau – der Komplex Briesmannstraße 2-3. Otto Enke betrieb hier von 1900 bis 1948 eine Großbuchbinderei, Druckerei und Geschäftsbücherfabrik.
Von der Franz-Mehring-Straße aus sticht das leerstehende Fabrikgebäude heute vor allem durch das riesige Banner mit dem Schriftzug „Ostrow – Hier schlägt mein Herz“ ins Auge, das zugleich als Aushängeschild der Eigentümerstandortgesellschaft (ESG) dient, die sich im Stadtteil Ostrow Ende 2010 gegründet hat. Sie besteht überwiegend aus gewerblichen Großeigentümern und verfolgt das Ziel, das Gebiet in der Wahrnehmung und Imagewirkung aufzuwerten, das neben einer zentrumsnahen Wohngegend auch vielfältige Geschäfte und Einkaufsmöglichkeiten bietet.
Dass sich das Bild des Standortes wandelt, zeigt auch das Objekt am Ostrower Damm 18. Hier baute die eG Wohnen die ehemalige Streich- und Kammgarnfabrik 2012/2013 zu altersgerechten Wohnungen um.  „Die Zweiraumwohnungen und Singleappartements verfügen alle über eine bodentiefe Dusche, einen Balkon und sind barrierefrei über einen Aufzug erreichbar. Der Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss bietet den Mietern vielfältige Möglichkeiten – von Spielnachmittagen bis hin zu Weihnachtsfeiern. Ein gläserner Verbindungsbau bildet die Brücke zwischen dem Fabrikgebäude und der Villa, die 2010 umfangreich saniert wurde. Hier befinden sich zwei Mietwohnungen sowie eine Zahnarztpraxis im Erdgeschoss“, erklärt Jeannette Kulla, Leiterin des VermietungsCenter der eG Wohnen 1902.




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