Politischer Gegenwind für die etablierten Parteien

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In Fraktionsstärke will die Listenvereinigung aus Sozialer Umbruch (SUB) und Die Partei am 25. Mai in das Cottbuser Stadtparlament einziehen | Foto: M. Klinkmüller

Sozialer Umbruch und Die Partei wollen in das Stadtparlament einziehen
Cottbus (mk). Mit Plakaten wie „Homophobie ist schwul“ oder „Höchststrafe für Fahrraddiebe“ geht die Listenvereinigung von Sozialer Umbruch und Die Partei auf Stimmenfang. Hinter all dem vordergründigen Spaß steckt aber viel Ernst. So erklärt Robert Amat Kreft (Sozialer Umbruch), dass sich Studenten, Kulturschaffende und Selbstständige Kleinunternehmer nicht genügend vom Cottbuser Stadtparlament repräsentiert fühlen. Die aus Lüneburg stammende Studentin Eva Leptien (Die Partei) würde gern in Cottbus bleiben wollen. Die Hochschulpolitik bereitet ihr aber Sorgen.
Beim Programm gehen beide Parteien ungewöhnliche Wege. So fordern sie etwa die Abschaffung von Fahrscheinen für den öffentlichen Personennahverkehr. Jeder Einwohner sollte stattdessen im Jahr 40 Euro zahlen. Dann werden Bus und Bahn auch genutzt sind sich die Jungpolitiker sicher. Auch eine Abschaffung der Vergnügungssteuer, um Kultur zu fördern, wünschen sie sich. Mit ihren Ideen will die Listenvereinigung den etablierten Parteien, die sie als Blockpartei bezeichnen, Paroli bieten. Bei der vergangenen Kommunalwahl fehlten dem Sozialen Umbruch lediglich elf Stimmen.