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Raddusch will Branitz-Pyramide aus Ocker bauen

Spreewald | Von | 11. März 2016

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Reizvoll ist der Spreewaldort Raddusch wie hier bei der Fastnacht in der vergangenen Woche in vielerlei Hinsicht. Schon bald sollen Kunst- und Kulturprojekte in das Dorf locken. Hierfür wurde Donnerstag ein Förderverein gegründet

Raddusch möchte Kunstdorf werden und scheut sich nicht vor außergewöhnlichen Ideen:
Raddusch (mk). Auf dem Weg zum Erholungsort-Status möchte der Vetschauer Ortsteil Raddusch mit besonderen Ideen Gäste locken. Eine Idee ist den Ort in ein Kunstdorf zu verwandeln. „Wir wollen die Kunst in den Spreewald holen“, erklärt der Vorsitzende des örtlichen Tourismusvereins Peter Becker. Vor über 100 Jahren hat es mit Lehde bereits ein Kunstdorf im Spreewald gegeben. Künstler malten Gemälde und trugen so zum Bekanntwerden dieser Landschaft bei. In Raddusch soll die Kunst und Kultur nun mittels Projekten wieder Einzug in die Lagunenlandschaft halten. Ein Libellenweg oder eine mit dem Kahn erreichbare Bühne auf dem Schwarzen Berg sind erste Vorhaben. Auch eine Pyramide nach dem Branitzer Vorbild könnte schon bald am Radduscher Hafen stehen. Erbaut werden soll diese aus Ockerschlamm, der erst kürzlich aus einem Absatzbecken im Spreewaldort ausgebaggert wurde und nun auf den Abtransport wartet. Wie Peter Becker erklärt, wird dabei auf die Unterstützung durch die BTU in Cottbus gehofft. Hier könne geprüft werden, inwieweit sich dieser Schlamm zum Bau einer Pyramide eignet, die einhundert Jahre halten soll.

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Peter Becker vom Radduscher Tourismusverein und Mattias Nevoigt vom Förderverein „Kunstdorf Raddusch“ sind sich einig, dass der Ockerschlamm im Hintergrund nicht nur ein Abfallprodukt sondern ein verwertbarer Rohstoff ist. Wissenschaftler sollen nun prüfen, ob sich daraus auch eine Pyramide bauen lässt Fotos: Mathias Klinkmüller

„Der Schlamm ist doch nicht nur Abfall sondern auch ein Rohstoff“, sagt Matthias Nevoigt, der am Donnerstag zum Vorsitzenden des neuen Fördervereins „Kunstdorf Raddusch“ gewählt wurde. Der argentinische Künstler Mario Asef ist der Erfinder der Pyramiden-Idee. In die Ocker-Pyramide, so stellte er am Donnerstag vor, möchte er einen Quader aus Braunkohle setzen. Wer an die Kohle will, muss durch den
Ocker durch, ist die Vision des Künstlers. Der „Förderverein Kunstdorf Raddusch“ hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, Künstler anzulocken. Schließlich sollen weitere Kunst- und Kulturprojekte das touristische Dorfleben bereichern. Ein nahes Ziel ist es, die Aquamediale im kommenden Jahr nach Raddusch zu holen. Darüber hinaus will der Ort seine wendischen Traditionen weiter pflegen. Froh ist Peter Becker, dass in Vetschau am 22. Mai am Stadtschloss die Veranstaltung „Die Tracht tanzt“ zu sehen sein wird. Partner des mittlerweile
4. Spreewälder- und Trachtenfestes ist Raddusch.



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