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Spreewald im touristischen Rekordjahr 2022

Spreewald, Top-Themen | Von | 16. Dezember 2022

Spreewaldkahn

Fontane schätzte und besang ihn im Sommer – längst aber hat sich der Spreewald zu einem Vier-Jahreszeiten-Ausflugsziel gemausert. Die Kähne – neuerdings teilweise beheizt, auf jeden Fall aber gut mit Decken und Glühwein ausgestattet wie hier in Lehde – sind gut gebucht, und die enorm gewachsene Zahl an Hotelbetten wird von Naturliebhabern und erlebnishungrigen Menschen aus ganz Deutschland und dem Ausland lebhaft genutzt. Foto: J. Heinrich

Jetzt wieder mehr Übernachtungen als im Bestjahr 2019 im Spreewald / Jahresrückblick in der Radduscher Verbandszentrale / Landrat Harald Altekrüger lobt als Verbandschef die professionelle Vermarktung.

Region (MB) 2022 zählte die Tourismusdestination Spreewald 9,2 Millionen Tagesgäste, die meisten davon aus der Lausitz, Berlin, Sachsen und dem Rest Brandenburgs, berichtet Silvia Jonas, Pressesprecherin des Tourismusverband Spreewald. Sie unternehmen eine Kahnfahrt oder mieten Paddelboote und ordern in den Restaurants vorzugsweise Hefeplinse, Kartoffeln mit Leinöl und Quark oder, wie einst Fontane, Hecht in Spreewaldsoße.
Diese Delikatessen schätzen auch ausländischen Gäste, deren Zahl sich wieder erhöht hat. Dieses Jahr buchten sie bis September 78.000 Übernachtungen. Die meisten kamen aus Dänemark, Polen und der Schweiz. „Immer häufiger sehen wir Tagesgäste aus den asiatischen Ländern, wie China oder Indien“, freut sich Silvia Jonas. Als Tagesgäste kommen gern auch Ausländer, die in Berlin leben und arbeiten.
Insgesamt 2,1 Mio. Übernachtungen erwartet der Tourismusverband Spreewald bis Ende Dezember – das wären 100.000 mehr als 2019 vor dem Corona-Tief. Gezählt wird in Betrieben ab zehn Betten inklusive Camping. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste liegt bei drei Tagen. Im Mai bis Oktober kommen die meisten Gäste, aber auch der Winter holt touristisch auf.
Falls genügend Frost für Eis auf den Fließen sorgt, schnellen die Zahlen der Tagesbesucher (teils auf Kufen) kurzzeitig auf Sommerniveau.
Annette Ernst, Leiterin des Tourismusverbandes Spreewald mit Sitz in Raddusch, hebt hervor, der Spreewaldtourismus sei eine wichtige Wirtschaftskraft und starker Arbeitgeber: „Wir haben hier 2022 knapp 500 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet.“ Zehn Prozent der Einwohner im Spreewald-Gebiet leben direkt vom Tourismus.
Ende 2021 hatte die GLC Glücksburg Consulting AG die Geschäftsbesorgung für den Tourismusverband Spreewald für weitere fünf Jahre übernommen. Sie vermarktet die Destination als Ganzes mit erkennbarem Erfolg, findet SPN-Landrat Harald Altekrüger, der Vorstandsvorsitzender dieses Tourismusverbandes ist. „Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut, ich blicke mit Vorfreude auf alle kommenden Projekte.“ Der Spreewald ist längst nicht mehr nur ein touristischer Vorgarten für Berlin und Cottbus. Das UNESCO-Biosphärenreservat gilt als eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Unter den TOP 100 nimmt es Position 46 ein, ist um vier Plätze nach vorn gestakt. Wo viele Menschen zusammenkommen, sind Ideen zum Schutz der Natur gefragt. Dazu gehören jetzt freundlich vorgetragene Paddelregeln und neuerdings Trinkbecher aus Graspapier statt Plastikbechern, die jetzt auf allen Kähnen genutzt werden.
Die Kähne stehen den Gästen natürlich auch in diesen Advent- und Weihnachtstagen zur Verfügung.

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