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Region: Staatstheater-Intendant präsentiert verführerische Spielzeit 2017/18 - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Region: Staatstheater-Intendant präsentiert verführerische Spielzeit 2017/18

28. April 2017 | Von | Kategorie: Region |

Programmheft vorgestellt / Ballett ist Erfolgsgeschichte / Neuer Schauspieldirektor stellt sich vor.

Region (mk). Nicht im Großen Haus sondern in der Kammerbühne stellt der Intendant Martin Schüler die Höhepunkte des Staatstheaters Cottbus der neuen Spielzeit 2017/18 vor. Zudem besteht Hausschuhpflicht.
Gefeiertes Ballett
Zwei Gründe gibt es für diese Ortswahl. Zum einen befindet sich in der Kammerbühne der neue Probenraum des Balletts. Mehr Platz und der gefederte Boden sorgen für folgendes Lob des Ballett-Leiters Dirk Neumann in seinem neuen Domizil: „Solche Arbeitsbedingungen für Ballett kann man in Deutschland suchen“. Grund für diese Investition ist die Erfolgsgeschichte der Tänzer. Geschäftsführer Dr. Martin Roeder nennt eine beispielhafte Zahl: 91,7 Prozent Auslastung. Für  „Peter Pan“ gab es kaum noch Karten. Hinter vorgehaltener Hand wird der Wunsch geäußert, dass das Ballett neben der Oper, dem Schauspiel und dem Philharmonischen Orchester eine eigene Sparte wird. „Aber das ist eine politische Entscheidung“, sagt Martin Schüler. Der zweite Grund die Kammerbühne in den Fokus zu rücken, sind Umbauarbeiten im Sommer. Die Aufenthaltsqualität des Foyers soll gesteigert werden. Café- oder Lounge-Flair  ziehen ein.  Zudem wird das Foyer selbst auch als Bühne dienen. Vor allem  junge Theatergänger sollen hierhergelockt werden. „Es wird viel Platz für kreativen Freiraum geben und Ja, das Handy darf auch mal an bleiben und muss für interaktive Geschichten sogar an bleiben“, sagt der neue Schauspieldirektor Jo Fabian. Er möchte  jungen Leuten die Angst vor dem Nichtverstehen nehmen. Ein Richtig und Falsch gibt es hier nicht. Raum zum Mitmachen und Mitdenken hingegen zuhauf. Die Kammerbühne, schwebt Jo Fabian als Vision vor,  könnte auch eine Art Club für junge Leute sein.
Neues Personal
Auch personell verändert sich das Theater zur neuen Spielzeit. Die größte Veränderung ist der neue Schauspieldirektor Jo Fabian, der Mario Holetzeck ersetzt, welcher das Ensemble neun Jahre leitete.  Jo Fabian ist Autor, Choreograph, Bühnen- und Kostümbildner, Lichtdesigner, Komponist, Videokünstler, Theaterproduzent, Zeichner und Programmierer. Seine Theaterarbeiten sind mehrfach preisgekrönt. Weitere Zugänge beim Schauspiel sind Boris Schwiebert (1971 geboren) und Axel Strothmann (1965 geboren). In den Ruhestand verabschiedet sich Michael Becker. Auf eigenen Wunsch verlassen Heidrun Bartholomäus und Johannes Kienast das Ensemble. Nach einem neuen Jung-Schauspieler wird gesucht. Personell verstärkt wird das Ballett. Jeweils aus Italien kommen Andrea Simeone (Tänzer)  und Andrea Masotti (Tänzerin). Das Ballett wächst somit von sechs auf acht Tänzer.
Neuer Spielplan
17 Premieren, acht Philharmonische Konzerte, zahlreiche Sonderkonzerte und viele kammermusikalische Aktivitäten locken in die neue Spielzeit. Der rote Faden ist das Thema der Verführung, frohlockt Martin Schüler. Dabei geht es weniger um die erotische Verführung sondern um die Verführung zur Macht. In Michael Endes „Momo“ zum Beispiel  verführen die grauen Herren dazu, Zeit zu sparen. Die Oper „Don Giovanni“ feiert am 24. Februar Premiere. Klassiker wie Kafkas „Die Verwandlung“, Verdis „MacBeth“, Schillers „Wilhelm Tell“ oder Tschechows „Onkel Wanja“ gehören ebenso zum Spielplan wie „Das brennende Aquarium“, bei dem die Zuschauer beobachten und bewerten können, wie drei Regisseure zwei Schauspieler auf der Bühne jeweils mit eigener Handschrift in Szene setzen. Eine deutliche Handschrift des neuen Schauspieldirektors hat das choreografische Figurentheater „Full House“, welches ab dem  24. März zu sehen ist.
Lebendig, ja sogar chaotisch wird es beim Sommertheater zugehen. Der Kasernenhof verwandelt sich 2018 in einen Jahrmarkt. In diese quirlige Mittelalterwelt pflanzt sich das Theater ein, erklärt Martin Schüler.
Junge Talente
Auf  junge Talente setzt Evan Christ als Generalmusikdirektor. Er freut sich auf viele eigene personelle Entdeckungen oder zumindest gebe er sich gern als deren Entdecker aus, witzelt der charmante Dirigent. So wird Marie Jäschke beim 1. Philharmonischen Konzert am 22. September am Klavier zu erleben sein. Alexander Muhr möchte am 4. Mai zeigen, wie einnehmend der Klarinettenklang sein kann. Freuen können sich Musicalfreunde auf einen Klassiker: „Sunset Boulevard“ von Andrew Lloyd Webber feiert am 14. Oktober Premiere. Beim „Winterzauber zum Fest“ dürfen die Zuschauer in diesem Jahr vor Weihnachten auch mitsingen. Im Reformationsjahr ist auch die Singakademie  zu erleben. Der Kammerchor bringt Claudio Monteverdis „Marienvesper“ am 3. Oktober im Großen Haus zu Gehör.
Eine phantasievolle Hommage an die Liebe ist Adriana Mortellettis „Juliet Letters-Brief an Julia“. Tanz, Musik und Texte verschmelzen hier auf wundersame Weise ab dem 3. März. Die besagten Briefe wurden in Verona unter Julias Balkon gefunden. Herzensglück oder Herzensschmerz haben hier die Briefeschreiber verfasst.
Walzernacht
Ein neuer Höhepunkt in der kommenden Spielzeit ist die erste Cottbuser „Walzernacht“ auf dem Cottbuser Marktplatz. Ganz in Weiß tanzt hier die Stadt am 29. Juni 2018 ab 21 Uhr zur Musik des Philharmonischen Orchesters. Stolz ist auch der Förderverein des Staatstheaters. Die 265 Mitglieder haben wieder 20 000 Euro für das Theater sammeln können. Das Krokodil etwa bei „Peter Pan“ wurde durch den Förderverein finanziert, freut sich Jörg Rohde als Vereinsvorsitzender.




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