Sanierte Mietshäuser und schöne Stadtvillen in der Breitscheid-Straße

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Das Eckgrundstück Bahnhofstraße/Rudolf-Breitscheid-Straße wurde bis 1935 als größere Gartenanlage genutzt. Die Kreissparkasse kaufte das Gelände und ließ ein neues Gebäude errichten. Die Stadtsparkasse übernahm 1950 die Räume – von da an arbeiteten Kreis- und Stadtsparkasse gemeinsam. Bis Ende 2012 hatte die Kreditabteilung der Sparkasse ihren Sitz in diesem Gebäude. Seit letztem Jahr befindet sich das rund 2,1 Millionen Euro teure Stadtmuseum hier Fotos: Carolin Bablich

Rudolf-Breitscheid-Straße erstrahlt nach und nach in neuem Glanz:
Cottbus (C.B.). Seit Ende letzten Jahres ist das neue Stadtmuseum in der Bahnhofstraße/ Ecke Rudolf-Breitscheid-Straße fertig. Das rund 2,1 Millionen Euro teure sanierte Haus wurde im Dezember feierlich übergeben. Ursprünglich sollte die erste neugestaltete Schau bereits in diesem Frühjahr eröffnet werden. Doch die Türen des Stadtmuseums bleiben weiterhin geschlossen. „Aus technischen und personellen Gründen“, erklärt Museumsleiter Steffen Krestin. Ob überhaupt noch in diesem Jahr eröffnet werde, wäre jetzt noch nicht abzusehen. „Wir brauchen einfach Zeit, um unsere Vorhaben zu realisieren“, sagt er. Geplant war, dass in der einstigen Schalterhalle eine Dauerausstellung zur Zeitgeschichte der Stadt ihren Platz findet. Im ersten Obergeschoss sollte u.a. ein Leichhardt-Kabinett entstehen. Die Museumspädagogik sollte im zweiten Obergeschoss unterkommen.
Ebenfalls frisch saniert, jedoch im Gegensatz zum Stadtmuseum bereits „belebt“, ist das Mehrfamilienhaus in der Rudolf-Breitscheid-Straße 68. Das Objekt mit einem Seitenflügel, der sich in den Hofbereich hineinschiebt, bietet auf einer Gesamtwohnfläche mit circa 1 085 m² neun Wohneinheiten auf vier Etagen. Wer hier wohnen will, sollte sich beeilen: Noch zwei 2-Raumwohnungen sowie eine 5-Raumwohnung stehen zur Vermietung. Ein anderes Projekt der Treuwert Projektgesellschaft befindet sich unweit in der August-Bebel-Straße 87. „Seit Ende letzten Jahres sanieren und modernisieren wir das Objekt, das unter Denkmalschutz steht. Ende September werden die Arbeiten daran fertig sein, so dass die 14 Wohnungen vermietet werden können“, sagt Geschäftsführer Henry Mattick. Am morgigen Sonntag eröffnet die Treuwert Projektgesellschaft ein Baufeld in der Merzdorfer Bahnhofstraße mit vier Baustellen. Seit 2010 ist das Unternehmen in der Rudolf-Breitscheid-Straße ansässig.
Hier befindet sich auch seit vielen Jahren die Tanzschule D. Fritsche. Sie bietet seit neuestem auch „Agilando“ an. Das Programm richtet sich an Menschen in der zweiten Lebenshälfte, die fit und agil sein und bleiben wollen. Es handelt sich um eine tänzerische Gymnastik, die an Tanzmusik angepasst ist und in normaler lockerer Kleidung ausgeführt wird. Jede Stunde besteht aus einem Gymnastikteil für die Schulung der Beweglichkeit und Kondition. Im zweiten Teil werden Partytänze unterrichtet, die die Koordination, die Ausdauer und das Reaktionsvermögen fördern. Zu diesem Kurs, der über zehn Stunden geht, kann jeder allein kommen, da es sich nicht um paarweises Tanzen, sondern um gesundheitsfördernde rhythmische Gymnastik und anspruchsvolle tänzerische und unterhaltsame Choreographien handelt. Unbewusst werden beide Gehirnhälften, die logisch denkende und die kreative, gleichzeitig trainiert. Das Lernen von Schritt- und Figurenmaterial schult auch das Gedächtnis intensiv. Einige Krankenkassen akzeptieren diesen Kurs als Präventivmaßnahme. Es werden Punkte angerechnet oder Teile der Kursgebühr erstattet.