Elisabeth Wolf – Sonderausstellung im Stadtmuseum Cottbus bis September verlängert

Elisabeth Wolf
Elisabeth Wolf, Blick auf das Amtsgericht, um 1930, Öl auf Leinwand

Cottbus (MB). Elisabeth Wolf wurde 1873 in Sandow bei Cottbus geboren und entstammte einer künstlerisch begabten Familie. Trotz der damaligen Einschränkungen für Frauen begann sie um 1900 ein Kunststudium an der „Lewin-Funke-Schule“ in Berlin und wurde eine der ersten Schülerinnen von Lovis Corinth, einem bedeutenden deutschen Impressionisten. Sie erhielt früh Porträtaufträge in Cottbus und hinterließ zahlreiche Skizzen und Studien. Während des Ersten Weltkriegs arbeitete sie als Rot-Kreuz-Krankenschwester, kehrte danach zum Malen zurück und begann 1922, Zeichenunterricht zu geben.

1927 präsentierte sie erstmals eine größere Ausstellung mit rund 40 Werken. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Elisabeth Wolf offiziell als Kunstmalerin anerkannt und mehrfach geehrt, darunter mit der Ehrenbürgerschaft von Cottbus. Sie starb 1964 im Alter von 91 Jahren. Elisabeth Wolf gilt als die erste Künstlerin in der Geschichte der Stadt Cottbus, deren Werk eng mit der Stadt und ihren Menschen verbunden ist. Etwa 30 Jahre nach der letzten großen Ausstellung zeigt das Stadtmuseum Cottbus nun rund 70 Werke Elisabeth Wolfs. Diese stammen unter anderem aus Leihgaben des Deutschen Historischen Museums, der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Schloss und Park Branitz, des Brandenburgischen Landesmuseums für Moderne Kunst, der Kunsthalle Lausitz sowie privater Sammler.

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