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Schürzen für den Spreewald - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Schürzen für den Spreewald

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Schürzen für den Spreewald

15. Januar 2021 | Von | Kategorie: Cottbus |

Schürzen für den Spreewald

Der Ausschnitt des Rätselbildes der vorletzten Woche zeigt die Frauen des Kurzwarengeschäfts Emma Zuchel, über die wir jetzt etwas mehr wissen.

Geschäftsadressen sind ein bevorzugtes Thema dieser Zeitung. Wir präsentieren und empfehlen die aktuellen, und wir verfolgen gern auch einmal eine historische. Mit dem Bild der vorletzten Woche sind wir auf die Spur namhafter Schürzen-Schneiderinnen gekommen. Die Ströbitzer Chronistin Helga Nattke hat diesmal über die alten Ortsgrenzen hinaus recherchiert, denn das gesuchte Geschäft und auch ein zweites von Emma Zuchel befand sich zwischen Waisenstraße und heutiger Friedrich-Engels-Straße, also in Cottbus, nicht in Ströbitz. Nach dort zog allerdings die gleichfalls gesuchte Fleischerei.
Die Vorlage zum Rätselbild stammte von Michael Wagner, einem ehemaligen Mitschüler Helga Nattkes in der Ströbitzer Grundschule, der inzwischen leider verstorben ist. Seine Frau Angelika berichtet: Emma Zuchel war Michaels Großmutter. Sie war verwitwet und hieß in zweiter Ehe Stratmann; unter diesem Namen ist sie im Adressbuch von 1934 als Geschäftsinhaberin in der Berliner Straße 52 zu finden. Diesen Laden gab es noch lange nach dem Krieg, denn Emmas Tochter, die Mutter von Michael Wagner, führte ihn weiter.

Bekannt war das Geschäft für die hier gefertigten Latzschürzen, die vielfach mit Bordüren verziert waren und in Cottbus, vor allem aber im gesamten Spreewaldgebiet, reißenden Absatz fanden. Schon Emmas Mann vertrieb die Schürzen im Außendienst direkt im Spreewald. Das waren keine Trachtenschürzen, aber doch beliebte Kleidungsstücke.
In Cottbus arbeiteten die Schneiderinnen entsprechend den Kundenwünschen, während die beiden dicht beieinander liegenden Geschäfte umfassende Kurzwarensortimente führten, wie man sie heute nur sucht.

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