Spargelfinale und Erdbeer-Höhepunkt

Im Juni ist endlich Erdbeerzeit. Gesundes ist schließlich so lecker
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Im Juni ist die Hochzeit für das Königsgemüse und die süßen roten Beeren / Gesundheitsfördernd.

Region (jk/trz). Am nächsten Sonnabend zeigt der Kalender den 24. Juni. Also Johannistag. Zu diesem Datum endet traditionell die Spargelsaison. Höchste Zeit also, sich das Königsgemüse noch einmal richtig schmecken zu lassen. Dazu gibt es in der Lausitz reichlich Gelegenheit. Denn die Heimatregion gilt als eines der Hauptanbaugebiete für die weißen Stangen in Deutschland. Kein Wunder, gibt es doch hierzulande alles, was Spargel zum Wachsen braucht: nämlich Sandböden, die sich schnell erwärmen und viel Sonne.

Etwas später als sonst

Rund hundert Tage benötigt die Pflanze, um Energie in den Wurzeln zu sammeln, um sich auf den Frost vorzubereiten und den Winter zu überstehen. Nur so können sich im Folgejahr neue Stangen bilden. Aus den Erfahrungen heraus werden von Ende Juni bis zum ersten Frost oft über 100 Tage gezählt. In diesem Jahr begann die Spargelsaison in der Lausitz später als üblich. Grund waren die bis Ende April andauernden Nachtfröste.
Insgesamt lassen sich aus einer Spargelpflanze sechs Spargelstangen ernten – die siebte muss für das Folgejahr bestehen bleiben, damit die Pflanze sich ausreichend regenerieren kann. Nur wenn kein weiterer Spargelanbau geplant wird, kann weiter Spargel gestochen werden. Übrigens ist Deutschland in Europa der größte Spargelerzeuger – international gesehen liegt China vorn.
Jetzt im Juni, also zum Spargel-Finale, bieten viele Lausitzer Gasthöfe zahlreiche Gerichte mit den weißen Stangen als leckerer Beilage an. Kaum ein Wirt kommt am Spargel vorbei, denn wer ein richtiger Lausitzer ist, der mag einfach dieses Gemüse.
Im Juni ist nicht nur Spargelzeit, sondern werden auch die Erdbeeren reif. Auf den entsprechenden Feldern, beispielsweise zwischen Repten und Missen südlich von Vetschau, werden die süßen Früchte jetzt geerntet. Dort und anderswo wird auch das Selbstpflücken angeboten. Die Früchte schmecken nicht nur hervorragend, sondern sich auch sehr gesund. Pro 100 Gramm enthalten Erdbeeren mehr Vitamin C als Zitronen oder Orangen. Lediglich Johannisbeeren besitzen einen noch höheren Anteil. Der empfohlene Tagesbedarf von rund 100 Milligramm für einen Erwachsenen ließe sich also schon mit dem Verzehr von fünf Erdbeeren decken. Darüber hinaus enthalten die süßen Früchte noch weitere gesunde Vitamine und reichlich Mineral- und Ballaststoffe.

Riesige Mengen

Die Gartenerdbeere mit den großen Früchten entstand erst im 18. Jahrhundert durch die Kreuzung verschiedener Arten. Laut Angaben des Statistischen Bundesamts wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 143 000 Tonnen geerntet, weitere 115 000 Tonnen kamen aus dem Ausland, vor allem aus Spanien. Jeder Deutsche isst im Schnitt rund drei Kilogramm Erdbeeren pro Jahr.
In dieser Saison ist die Lage schwieriger, da der starke Frost zur Erdbeerblüte Anfang Mai für enorme Einbußen gesorgt hat. Doch längst nicht überall hat Väterchen Frost zugeschlagen. So gibt es auch im Sommer 2017 in der Lausitz Erdbeeren in Hülle und Fülle.


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