Spremberger Bauausschuss steht Vereinsprojekt wohlwollend gegenüber
Spremberg (trz). Die Wiedererrichtung des Spremberger Kriegerdenkmals auf der Bastion des Georgenberges ist wieder ein Stück vorangekommen. Der Bauausschuss sprach sich diese Woche mit sechs zu zwei Stimmen mehrheitlich für das Vorhaben des Georgenbergvereins aus. Abgeordneter Frank Meisel (CDU) erklärte, dass die Stadt an ihr reichhaltiges historisches Erbe anknüpfen solle. Allerdings sei für das ehrgeizige Vorhaben eine Kostenschätzung unverzichtbar. „Wir wollen schließlich keine Bauruine, wenn das Geld doch nicht reichen sollte“, so Meisel.
Kritischer sah Dr. Ilona Schulz (Linke) das Projekt. „Die Gestaltung unseres Stadtparks sollte Sache aller Bürger sein. Wir sind mit dem augenblicklichen Zustand nicht glücklich. Wir sollten mit den Anwohnern diskutieren. Und außerdem haben wir auf dem Georgenberg bereits eine neue Gedenkstätte am Bismarckturm errichtet.“ Daher sei die Wiederherstellung des alten Kriegerdenkmals nicht notwendig.
Der Spremberger Georgenbergverein hatte den Aussichtspunkt „Bastion“ am Westende des Stadtparks im Jahr 2016 sondieren lassen. Dabei stießen die Experten auf die vergrabenen Relikte des Kriegerdenkmals, das an die Gefallenen des deutsch-französischen Krieges von 1870/71 erinnert. Nach Angaben von Vereinschef Andreas Kottwitz kümmert sich der Verein selbst um die Finanzierung seines Vorhabens. Die Fläche, auf der das Denkmal errichtet werden soll, befindet sich im Eigentum der Stadt.







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