Please enable / Bitte aktiviere JavaScript!
Veuillez activer / Por favor activa el Javascript![ ? ]
Spremberger Wirtschaftsförderer setzen auf Koks - Märkischer Bote - Märkischer Bote
Dienstag, 17. September 2019 - 02:55 Uhr | Anmelden
  • Facebook

Klare Nacht
11°C
 

Anzeige

Spremberger Wirtschaftsförderer setzen auf Koks

22. Januar 2016 | Von | Kategorie: Spremberg |

Spremberger Wirtschaftsförderer setzen auf Koks

Der neue ASG-Geschäftsführer Roland Peine will das erfolgreiche Werk seines Vorgängers Gerhard Hänel fortsetzen Fotos: T. Richter-Zippack

Neuer ASG-Geschäftsführer Roland Peine will den Strukturwandel mit der Braunkohle / Mehr Präsenz in der Altstadt wagen:
Schwarze Pumpe (trz). Die Wirtschaftsförderer von der ASG Spremberg GmbH geben auch im neuen Jahr Vollgas. Und zwar mit dem neuen Geschäftsführer Roland Peine, der inzwischen die Nachfolge von Gerhard Hänel angetreten hat. Hänel selbst ist nach wie vor als Berater im Unternehmen tätig.
Der Cottbuser will den Strukturwandel in der Region aktiv fortführen. „Und zwar mit der Braunkohle“, betont Peine. Klar sei, dass es aufgrund der Bundespolitik mittelfristig zu einem Ausstieg aus der Verstromung des „schwarzen Goldes“ komme. Wann dies sein wird, sei derzeit aber noch völlig unklar. Stattdessen setze die ASG auf die stoffliche Nutzung der Kohle. Nämlich in Form von Koks. Roland Peine beabsichtigt, innerhalb der nächsten fünf Jahre in Schwarze Pumpe mit wissenschaftlicher Unterstützung einen entsprechenden Ofen zu bauen und zu installieren, in dem die Lausitzer Braunkohle ihre Veredlung erfahre. Bewährt sich das Verfahren, könnten in Pumpe pro Jahr um die 600 000 Tonnen Koks erzeugt werden. Zum Vergleich: Die aktuelle Jahresfördermenge allein im benachbarten Tagebau Welzow-Süd belaufe sich auf aktuell 20 Millionen Tonnen.
Sehr gefragt
Der Absatz sei auf jeden Fall eine Riesenchance, betont Roland Peine. So sei unter anderem Aktivkohle, die aus Koks hergestellt wird, in verschiedenen Branchen sehr gefragt.
Darüber hinaus wolle die ASG auch in der Stadt Spremberg künftig mehr Präsenz zeigen. So sei der Umzug vom Büro in der „Bürste“ in die Innenstadt, wahrscheinlich in die Lange Straße, vorgesehen. Dort würden dann Projekte wie die „Räuberleiter“ und das Online-Portal der Cityhändler weiter unterstützt. Der Name „ASG“ solle auch zukünftig als weithin bekannte Marke erhalten bleiben, auch wenn die Langbezeichnung „Altstadtsanierungsgesellschaft“ nicht mehr in Gebrauch sei.
Hauptaufgabe des Unternehmens bleibe jedoch die Bestandspflege der Industriepark-Unternehmen sowie die Werbung um weitere Firmen. So habe sich auf Initiative der ASG erst kürzlich das Schweizer Unternehmen „Stebatec“ in Schwarze Pumpe angesiedelt, das auf Messgeräte spezialisiert ist.
Hochwertiges Angebot
Reines Flächenmarketing reiche indes nicht mehr aus, um Unternehmen für die Region zu begeistern. Eine hochwertige Vermarktung, die unter anderem auch Absatzmärkte schafft, sei daher zwingend vonnöten.
Bereits 120 Millionen Euro seien in die Infrastruktur des Industrieparks investiert worden. Und zwar auf brandenburgischer und sächsischer Seite. Dazu gehören längst nicht nur Straßen- und Gleisanlagen, sondern ebenso die  Behebung von Altlasten aus DDR-Zeiten mithilfe der Bergbausaniererin LMBV. Zudem habe die ASG die Trinkwasserversorgung von Vattenfall übernommen.
Nicht zuletzt unterstützten die Spremberger Wirtschaftsförderer die sächsische Nachbargemeinde Spreetal bei der Projektentwicklung an deren gefluteten Tagebaugruben, konkret am Spreetaler und am Bernsteinsee.




Anzeige

Schreibe einen Kommentar

 

Ich habe die Datenschutzerklärung der Cottbuser General-Anzeiger Verlag GmbH gelesen und akzeptiere diese mit dem Versenden des Kommentares.


Das könnte Sie auch interessieren