Frühjahrsaktion für Sauberkeit und Sicherheit
Forst (mk). Rosengarten hui. Promenade pfui! Forst hat ein Innenstadtproblem. Vor dem Kaufland wird getrunken, gegen Wände uriniert, wird sich geschlagen, Krach gemacht und Dreck fallen gelassen. Das Problem ist seit langem bekannt, aber nicht gebannt. Privater Wachschutz und ein zusätzlicher Mitarbeiter in der Stadtverwaltung sollen Abhilfe leisten. Beide kosten Steuergeld und können doch das Problem nicht aus der Welt schaffen. Das weiß auch die Stadt, die über Alkoholverbot und Überwachungskameras sowie über die Schaffung einer Art Trinker-
halle abseits der Innenstadt nachdenkt.
Die stärkste „Waffe“ für eine saubere Stadt ist jedoch das Engagament der Bürger. Da ist sich Heike Baerwald von der Bauverwaltung sicher. Wer ständig von Bürgern nach dem Motto: „Bitte trinken Sie hier nicht. Hier schauen doch Kinder zu“, angesprochen wird, dem wird das, so die Hoffnung der Stadt, zumindest bald lästig werden. Neben dem Mut des Ansprechens fordert die Stadt nun auch zu aktiver Hilfe auf. Unter dem Motto „Das ist unsere Stadt“, soll der Frühjahrsputz wieder belebt werden. An einem gemeinsamen Aktionstag, so der Wunsch, sollen alle Bürger – auch jene in den Ortsteilen, in der Stadt mit Anpacken.
Denn eines ist klar, wiederholt Jens Handreck vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung gebetsmühlenartig: „Allein kann die Stadt das Problem nicht lösen“. Für den Aktionstag soll noch ein Slogan gefunden werden. Erste Überlegungen laufen auf „Sauberhafte Stadt“
hinaus. In den kommenden Wochen soll ein offizieller Aufruf zu diesem Aktionstag erfolgen. „Dieser Tag“, so Heike Baerwald, „ist der Startschuss für eine saubere Stadt.“ Damit dieser Schuss aber nicht nach hinten los geht, ist die Mithilfe aller Forster gefragt.
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