
Gudrun Just: Vater Nevoigts Art wirkt bis heute / Schüler von einst feierten mit den Lehrern von heute / Wendische Tänze, Lotterie und gut zu Essen aus der Partnerschule in Zielona Gora
Cottbus (hnr.). Sie mischen heute mit in Wirtschaft, Kultur und Politik, hier in Deutschland, manche in fernen Ländern und viele noch immer in Ströbitz. Der 40. Schuljahrgang lernt in dieser Wilhelm-Nevoigt-Grundschule. Den Geburtstag des Hauses begingen Kinder, Lehrer und Eltern seit Montag mit einer Festwoche. Am Donnerstagabend kamen einige von denen, die schon 1974 oder bald danach hier die Schulbank drückten. Die Schule selbst ist viel älter. Namenspatron Wilhelm Nevoigt war schon Rektor der alten Schule am heute gleichnamigen Platz. Er drängte die Bauern, die Kinder statt aufs Feld in die Schule zu schicken. Als sie’s taten, reichten die Klassenräume nicht, und Nevoigt zog den gleichen Bauern Geld aus der Tasche für einen Neubau in der Schulstraße. „Eine logistische Meisterleistung“, findet Nachfolgerin Gudrun Just. Und: „So ist es bis heute: Wer die Ströbitzer hinter sich weiß, erreicht alles.“ Sie dankte vielen Partnern und „der klugen Politik“, dass es jetzt eine so wunderbare Schule gibt. Der Plattenbau von 1974 ist komplett saniert. Die Architekten Birgit und Fred Wanta sonnten sich zum wiederholten Male im verdienten Beifall für das gelungene Projekt.
In der neuen Aula tanzten nun die Wendischen Paare, sang der Ströbitz-Chor „Sangesfreude“ innig „Du, Du kannst auf mich bauen“, Lehrer der polnischen Partnerschule in Zielona Gora brachten viel und Deftiges im Präsentkorb, und die Lose der Tombola mit Preisen, die der Förderverein bei Sponsoren gesammelt hatte, fanden reißenden Absatz. Auch die Häppchen, die „mit sonnigen Grüßen“ Mosquito spendiert hatte. Thomas Schröder vom Altmarktlokal war auch hier Schüler.








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