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Vetschauer Kulturhausplatz beendet seinen Dornröschenschlaf

Spreewald | Von | 30. Januar 2015

150131vetsch

Bürgermeister Bengt Kanzler freut sich, dass der langjährig dem Verfall preisgegebene Kulturhausplatz bald wieder ein lebhafter Platz sein wird Foto: M. Klinkmüller

Spreewaldstadt wird auch in diesem Jahr investieren / Pachtangebot für Verwaltungsumzug in die Spreewaldbank wird geprüft:
Vetschau (mk). Ein ereignisreiches Jahr erwartet der Vetschauer Bürgermeister Bengt Kanzler voraus. So soll der Kulturhausplatz entwickelt werden. Der Investor möchte hier den Rewe-Markt hinholen. Eine Baugenehmigung wird Mitte des Jahres und der Baubeginn spätestens Anfang kommendes Jahr erwartet, schätzt der Bürgermeister ein. In diesem Zuge wird seitens der Stadt das gesamte Gebiet aufgewertet. So wird auch der Friedhof einen neuen Parkplatz bekommen. Der Eigentümer der alten Mädchenschule (Martha-Heim) hat von der Stadt im Dezember grünes Licht für den Bau von altersgerechten Wohnungen vor der Kirche erhalten. Der Baubeginn steht allerdings noch nicht fest. Baurecht wird auch im Griebenowpark für die Pflegestation mit Demenzzentrum geschaffen. Das Stadthaus III am Schloss mit Multifunktionsraum, Ausstellung und Touristinformation wird bis Anfang April fertig sein. Für die Sanierung der ebenfalls denkmalgeschützten Gärtnerei nebenan sowie des Parkplatzes wurden  Gelder eingeplant. Allerdings werden beide Projekte wohl erst im Jahr 2016 umgesetzt werden. Noch in diesem Jahr wird der Rittersaal für 100 000 Euro saniert. Von November 2015 bis maximal Februar 2016 soll der bei Hochzeitspaaren beliebte Raum vom Fußboden bis zur Decke wieder zu gewohntem Glanz gebracht werden. Ausgebaut wird in diesem Jahr auch der Parkplatz Berliner Straße Ecke Ernst-Thälmann-Straße. Beendet wird zudem die Holperfahrt auf der Wilhelm-Pieck-Straße zwischen Imbiss und Bahnübergang. Die Sanierung dieses Abschnittes beginnt ebenfalls in diesem Jahr.
Als ein ideales Verwaltungsgebäude für die Stadtverwaltung bezeichnet der Bürgermeister die Spreewaldbank, die noch bis Mitte 2016 am Kreisverkehr zu finden sein wird, um dann nach kleineren Räumlichkeiten zu suchen. Die Stadt prüft derzeit ein Pachtangebot des Berliner Eigentümers. „Wir verlassen das Schloss aber erst, wenn klar ist, wie eine Nachnutzung des Schlosses aussieht“, stellt Bengt Kanzler klar. Nichts Neues ist unterdessen vom Investor zu hören, der vor zwei Jahren den Vetschauer Bahnhof gekauft hat. Ebenfalls weiß die Stadt nicht, wie es mit der einstigen Europe PowerConsult GmbH weitergeht, die für gute Gewerbesteuereinnahmen im Gewerbegebiet gesorgt hatte. Mit dem Neueigentümer will die Stadt im Februar Gespräche führen. Das Haushaltsdefizit der Stadt in Höhe von 3,2 Millionen Euro soll aus Rücklagen abgefedert werden. Da die Stadt in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet hat, ist kein Kredit nötig. Sorgen bereiten dem Bürgermeister aber die Kosten der Slawenburg Raddusch.
Diese sind längerfristig für die kleine Stadt allein zu hoch. Zwecks Pilzbefall wird derzeit die Wallkrone für 450 000 Euro saniert.
Am Radduscher Hafen werden in diesem Jahr die zwei Brücken saniert. Mindestens eine Brücke muss komplett neu gebaut werden. Auch die Wegeführung neben dem Hotel zum Hafen steht auf dcr Investitionsliste. Um Vetschau mit dem Kurort Burg zu verbinden, wird der Radweg von Suschow nach Müschen weitergebaut. Da in Repten die alte Schule verkauft wurde, werden im Frühjahr neue Dorfgemeinschaftsräume auf dem Gutsgelände zur Verfügung gestellt. Bezüglich der „Braunen Spree“ ist in diesem Monat bei der Grubenwasser-Reinigungsanlage, eine zusätzliche
Beflockung installiert worden, damit sich mehr Eisenocker in den Becken absetzen kann. Auch das Göritzer Mühlenfließ ist laut dem Bürgermeister eine braune Brühe. Die Verständigung mit der LMBV ist aber sehr gut, lobt er. Der Wohnungsleerstand liegt bei etwa 20 Prozent. Mit dem Abriss derzwei Blöcke Pestalozzistraße und Juri-Gagarin-Straße wird Anfang des Jahres begonnen, sodass sich der Leerstand auf 16 Prozent verringern wird.  Leere Wohnungen werden künftig auch für die Aufnahme von Flüchtlingsfamilien mit positiver Aufenthaltsprognose bereitgestellt.



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