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Virchow schlug Brücken von Deutschland nach Georgien

Region | Von | 25. November 2022

Brandenburgs Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke, Georgiens Botschafter Prof. Dr. Levan Izoria und der Leiter der Slawenburg Raddusch, Jens Lipsdorf

Vor dem Gemälde „Virchow in Georgien“: Brandenburgs Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke, Georgiens Botschafter Prof. Dr. Levan Izoria und der Leiter der Slawenburg Raddusch, Jens Lipsdorf Fotos: J. Heinrich

Berlin/Niederlausitz (h.) Seit vergangenem Freitag, 18.11.22, wird in der Georgischen Botschaft in der Berliner Rauchstraße nahe dem Tiergarten eine Virchow-Ausstellung aus der Slawenburg Raddusch gezeigt. Der Arzt und Wissenschaftler Prof. Dr. Rudolf Virchow (1821-1902) besuchte in seiner Profession als Anthropologe und Archäologe mehrfach Georgien und ist im Kaukasus-Land zwischen Europa und Asien bis heute höchst populär. „Wir schätzen den politischen Gegner Bismarcks als Wegbereiter sozialer Fortschritte und des Demokratiegedankens sehr, betonte Georgiens Botschafter und Freiheitsforscher Prof. Dr. Levan Izoria. Die von Jens Lipsdorf, Buchautor und Leiter des Slawenburg-Museums, kuratierte Ausstellung zeigt Virchow als begeisterten Georgien-Besucher und vergleichenden Forscher auf der Suche nach den Wurzeln abendländischer Kultur. 1881 nahm er dort an einem Archäologie-Kongress teil, der als erste internationale Wissenschaftstagung des Landes in allen Teilen des Volkes größte Aufmerksamkeit fand. Das Beispiel zeige, wie wichtig es bis heute für die Zivilgesellschaften ist, im Gespräch über Freiheit und Frieden zu bleiben, betonte Botschafter Prof. Izoria, in dessen Land es eine außerordentlich starke EU-Begeisterung gibt. Leider verfehlte das Land kürzlich den Status eine EU-Kandidatur.

georgische Pianistin Dudana Mazmanishvili

Die vielfach preisgekrönte georgische Pianistin Dudana Mazmanishvili begeisterte mit Schumanns technisch höchst anspruchsvoller „Toccata, op 7“, die Clara Wieck, Ehefrau des Komponisten, 1834 uraufführte. Ein „Rondo Toccata“ ihres Landsmannes Revaz Lagize (1921-81) schloss als neues Hörerlebnis den Vortrag.

Auch vor den Hintergrund einer lebhaften Arbeit der Brandenburgisch-Georgischen Gesellschaft besuchte Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke in diesem Jahr das Land und zeigte sich, wie alle Besucher dort, von der überbordenden Gastlichkeit begeistert, aber auch von der Fürsorge für die Kinder, denen beispielsweise die schönsten Strände von Batumi am Schwarzen Meer gehören. Die Gründerin der Musikakademie Rheinsberg erlebte auch große Begeisterung der Georgier für europäische Kunst und applaudierte bei der Ausstellungseröffnung stürmisch der Klaviermusik von Dudana Mazmanishvili, die auch als Kulturattaché Georgiens tätig ist.

Petra Heinrich und Jens Lipsdorf

Am Rande eines Empfangs vergangenen Freitag in der Berliner Georgischen Botschaft (s.S. 2) hat Verlegerin Petra Heinrich das erste Exemplar des neuen NIEDERLAUSTZ-Jahrbuches an Mitherausgeber Jens Lipsdorf überreicht. An diesem ersten Adventsonntag findet in der Slawenburg Raddusch (die auch diesmal eines der Themen im Buch ist) die Premiere dieses 7. Bandes statt. Er ist dann (240 Seiten stark) im Buchhandel oder im Verlags-Shop (shop.maerkischer-bote.de) zu 25 Euro zu haben. Hnr.

„Das Wissen über Virchows Wirken als Anthropologe, sozialkritischer Reichstagsabgeordneter und friedenstiftender Diplomat, das die Forscher in der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte und die Vetschauer Gestalter der Slawenburg Raddusch zusammengetragen haben und präsentieren, sollte von hier aus den Weg zu den Virchow-Kliniken, aber auch zur Akademie der Wissenschaften finden“, wünscht sich Landtagspräsidentin Prof. Liedtke und dankte besonders den Protagonisten der Slawenburg herzlich.

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