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Handdruckspritze - Märkischer Bote
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Wem gehörte diese Handdruckspritze

Wem gehörte diese Handdruckspritze
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Wem gehörte diese Handdruckspritze

2. April 2021 | Von | Kategorie: Forst & Döbern |

Sie steht in Forst, aber Heinersbrück erhebt einen gefühlten Anspruch.

Wem gehörte diese Handdruckspritze

Wohin gehört dieses Gerät, das in Forst restauriert wurde?

Forst. Um eine rekonstruierte Handdruckspritze der Freiwilligen Feuerwehr Forst (Lausitz) scheint ein erbitterter Streit zu toben. Zu einem Streit gehören aber mehrere Parteien. Zumindest in der Forster Feuerwehr ist jedoch keiner an einem Streit interessiert. Die Forster Kameraden sind der Meinung, sie gehöre ihnen. Einige Kameraden aus Heinersbrück, allen voran der ehrenamtliche Bürgermeister und ehemalige Ortswehrführer Horst Nattke, beanspruchen das historische Löschgerät für sich.
Also wem gehört das 2009 von uns restaurierte Gerät?
Zugegeben, ich weiß es auch nicht. Es fehlt an Beweisen, auch in der „Arbeitsgemeinschaft Historik“ der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Forst (Lausitz).
Herr Nattke aus Heinersbrück meint aus „glaubwürdigen Aussagen“ einen Eigentumsnachweis ableiten zu können. Und auf dieser Grundlage kämpft er seit Jahren um die „Rückgabe“ der Handdruckspritze nach Heinersbrück. Offenbar hat er sich dies zur Lebensaufgabe gemacht. Er scheut sich auch nicht davor, die Freiwilligen Feuerwehr Forst (Lausitz) öffentlich der Unterschlagung zu bezichtigen. Nun hat sich auch eine Zeitzeugin zu Wort gemeldet. Sie bezeichnet die Forster Stadtwehrführer-Argumente als „an den Haaren herbeigezogen“. Es heißt, dass wir die Ideale der Feuerwehr mit Füßen treten, ein schlechtes Beispiel für den Nachwuchs seien, und es werden gar Vergleiche zu geraubten Kulturgütern gezogen.
Herr Nattke war bereits 2019 ungebeten auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Forst (Lausitz) aufgetreten. Wir hatten danach viel Mühe, unseren jüngeren Kameradinnen und Kameraden zu versichern, dass wir weder Feuerwehren, noch sonst jemanden bestehlen. Herr Nattke wurde unter anderen vom damaligen Kreisbrandmeister gebeten, das Eigentum an dieser Handdruckspritze glaubhaft nachzuweisen. Das ist bis heute nicht geschehen. Man tönt aber bei jeder Gelegenheit: „Diese Handdruckspritze gehört Heinersbrück!“. Nach einem Auftritt vor den Forster Stadtverordneten im vergangenen Jahr bot der Verwaltungsvorstand die Rückgabe des Geräts an, sollte ein Eigentumsnachweis vorliegen. Selbstverständlich sind auch wir von der Forster Feuerwehr bereit, dieses zu tun. Schließlich sind für uns Kameradschaft und Ehrlichkeit nicht nur leere Worte. Wir wollen alles verhindern, was dem Feuerwehr-Ansehen schadet, auch gerichtliche Schritte.
Es bleibt die Hoffnung, dass Herr Nattke in seinem und nicht im Namen der Freiwilligen Feuerwehr Heinersbrück auftritt. Um einen Anspruch an einer Sache geltend zu machen, die seit Jahrzehnten „in fremden Besitz“ ist, sollte man schon Beweise vorbringen.
Wir erwarten keine Entschuldigung, aber wenigstens eine öffentliche Klarstellung. Nur Fakten können die Frage klären, wem diese Handdruckspritze gehört. Anderenfalls wäre es angebracht, zu schweigen.
Martin Kling
stellv. Ortswehrführer Freiwillige Feuerwehr Forst (Lausitz)

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