Der Frauentag ist stark im Kommen – in völlig neuer Vielfalt / In jedem Fall dabei: BLUMEN:
Region. Dass der Frauentag – ganz einfach dieser Tag zu Ehren der Frauen – im Osten wie- der so viel Zuspruch findet, mag mancherlei Gründe haben. Ganz sicher aber geht es hier nur ausnahmsweise um Gleichberechtigung und andere Kampfideen. Eine junge Frau, die erst nach der Wende geboren ist, formuliert es einfach: „Valentin find’ ich blöd. Ein bisschen kitschig. Aber Blumen zum Frauentag – das gab’s immer bei meinen Eltern. Jetzt bekomm ich welche von meinem Freund.“ Floristen freuen sich und erzählen: Der Unterschied zwischen älteren Semestern und den ganz jungen: Die Größe des Straußes. Ganz junge Burschen kaufen ganz große Rosen. Blumen am 8. März – das gehört heute zum guten Ton. Nicht nur im Büro oder am Arbeitsplatz. Dort vor allem, wissen die Blumenhändler und können sich nicht so recht freuen, dass dieser 8. März 2015 auf einen Sonntag fällt. Aber er ist die ganz große Chance für das Überraschungsfrühstück mit großen, frischen Blumenstrauß. Viele Floristen öffnen kommenden Sonntag. Ja, natürlich: Was für uns Normalität geworden ist, bleibt global durchaus noch Streitstoff. In Deutschland und Zentraleuropa kämpften Frauen Anfang des vergangenen Jahrhunderts noch um das Recht zu wählen, um Zugang zu Bildung, um gleichen Lohn wie ihre männlichen Kollegen und andere Elementarrechte. Die sind in vielen Ländern der Welt bis heute nicht gesichert – ganz zu schweigen von Verstümmelung und Missbrauch der Frauen und Mädchen. Ja, der Internationale Frauentag, unschöner auch Frauenkampftag genannt, hat noch diesen Hintergrund. Wir sollten das wissen. Aber wir dürfen auch ganz unbefangen Blumen und Komplimente verschenken. H.







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