
Traditionsverein plant für ein Sportzentrum im Stadtteil / Nevoigtschule kann enger Partner sein:
Cottbus (Hnr.). Fußballerisch sehen sich die Kicker aus der Zahsower Straße als die Nummer 2 (nach dem FCE) in Cottbus. Aber besonders stolz sind der Vorstand und viele Eltern des Stadtteils auf den sportlichen Nachwuchs. „Die Leute rennen uns die Bude ein“, sagt Präsident Reinhard Schmidt ganz salopp und zeigt mit der flachen Hand knapp über Kniehöhe: „Solche Steppkes, grade vier oder fünf, stehen schon auf der Trainings-Warteliste.“
370 Mitglieder hat der Verein, darunter 160 Kinder und Jugendliche, vier Männer- und, eben beginnend, eine Frauenmannschaft, dazu neun Nachwuchsteams, ab G (5- und 6-Jährige) beginnend in allen Altersklassen, teils zweizügig. Es wimmelt sportlich an allen Trainingsnachmittagen und Spiel-Wochenenden. Eine tolle Szene – aber: Der A-Platz ist bei bester Pflege gerade zu halten, der B-Platz eigentlich schon nicht mehr bespielbar. Die nächsten Sommer 90 Jahre alte Anlage hat, zumal der Ausweichplatz an der Fichtestraße ganz verloren ging, ihr Limit erreicht. Und das in Ehren.
Das Projekt 2020
Angeregt vor allem von Ehrenratspräsident Hasso Schiemenz, nimmt die Problemlösung auf dem Papier Gestalt an. Seit einem Jahr wird darüber gesprochen, eine Projektgruppe unter Führung von Schatzmeister Ernst Schäfer hat sich gebildet. Donnerstagabend drehte schon mal eine ganz attraktive Animation über den Bildschirm. In drei Bauabschnitten, so der Entwurf von Vereinsmitglied Dr.-Ing. Harald Kühne, Cottbuser Architekt, sollen ein Kunstrasenplatz, ein Kleinfeld, Nebenflächen, kleine Tribünen und weitere Umkleidekapazitäten entstehen. Kostenpunkt für das Ganze: viele Fragezeichen.
Es gibt im Verein die Großprojekt-Erfahrung mit „Goldenem Plan“ und „Aktion Wackerstein“, durch die 2008 das neue Vereinsdomizil entstand, das inzwischen auch kulturelles Zentrum des Stadtteils Stöbitz ist. Bürgerfeste und Vereinstreffen, aber auch Familien und Firmentreffen, sogar Ballettraining und Singletanz finden hier statt.
Jetzt, so die Überlegung, muss der Stadtteiljugend das geboten werden, was sie dringend erwartet: eine moderne Sportstätte, ein soziales Zentrum für alle. Auch die Schule will das. Karin Jahr vom Förderverein der Wilhelm-Nevoigt-Europaschule verhandelt mit im Kreis der Fußballmänner.
Längst haben sich Unternehmen zu „Wacker 20-20“ bekannt. Der gute Fußball der Ersten Mannschaft zieht als Markenzeichen. „Wir haben jetzt 21 Premium- und viele weitere Sponsoren“, sagt Hasso Schiemenz. Ein Brief an die Sportministerin des Landes wartet seit Monaten auf Antwort, aber in der Stadt verspricht der neue OB, die gute Hilfe des gegenwärtigen fortzusetzen. Auch die Sparkasse und die Uni sind schon lange Partner dieses Vereins, der mit 105 Jahren soviel Nachwuchsfreude erlebt.








Schreibe einen Kommentar