Starker Auftritt in der ersten Halbzeit bleibt unbelohnt – Nach 1:3-Niederlage wartet am Freitag der 1. FC Nürnberg.
Die guten Eindrücke aus den vergangenen Trainingswochen und dem überzeugenden Testspiel gegen Lech Poznan wollte die Mannschaft in Darmstadt unbedingt bestätigen. Direkt mit dem Anpfiff war unser FC Energie hellwach und drückte dem Spiel seinen Stempel auf. Mit der ersten gefährlichen Aktion ging man in Führung. King Manu schickte mit einem 40-Meter Pass Justin Butler auf die Reise. Nach technisch feiner Ballmitnahme spielte er seine Schnelligkeit aus und schob das Leder souverän ins rechte Eck. Für Darmstadt, die sich viel vorgenommen hatten, war das ein ziemlicher Stimmungskiller. Bis auf die Halbchance in der 14. Minute, traten die Hausherren offensiv überhaupt nicht in Erscheinung. Energie machte es deutlich besser. Innerhalb von wenigen Minuten gab es zwei 100%ige Möglichkeiten, um auf 2:0 zu erhöhen. Erst verpasste es Tolcay Cigerci mit seinem starken linken Fuß, nach einer mustergültigen Vorarbeit von Axel Borgmann, den Ball aus 14 Metern im Tor unterzubringen. Kurz darauf machte Justin Butler mit einem harten und gut platzierten Kopfball fast alles richtig. Mit einer fantastischen Parade hielt der Keeper Marcel Schuhen Darmstadt weiter im Spiel. Auch danach hatte Energie noch ein paar gute Abschlüsse, die aber nicht zum Erfolg führten.
Fast aus dem Nichts kassierte Energie den Ausgleich. Man versuchte auf Abseits zu spielen, was nicht funktionierte. Es war aber noch genug Zeit, um die Situation zu entschärfen. In der Rückwärtsbewegung war Energie aber nicht energisch genug und musste folgerichtig den Treffer von Noah Weißhaupt hinnehmen. Das Momentum war damit zu Gunsten von Darmstadt gekippt. Die Leichtigkeit, das Selbstverständnis und der Spielwitz war bei Energie in der 2. Hälfte nur noch ansatzweise zu sehen. Offensiv fehlte es an Kreativität und defensiv an Aufmerksamkeit. Darmstadt machte es gut und nutzte die Unsicherheiten der Gäste. Die 2:1 Führung in 77. Minuten nach einem Eckball war durchaus nicht unverdient. Das Bemühen um den Ausgleich war zwar da, aber verpuffte mit 3:1 kurz vor dem Ende gänzlich. Wie unser Trainer „Pele“ Wollitz schon die letzten Wochen predigte, wird es für uns schwer, wenn wir nicht über 90 Minuten unser Potenzial abrufen und phasenweise – wie in Halbzeit 2 – mutlos spielen. Das es die Mannschaft drauf hat, hat sie in dieser Saison schon mehrfach gezeigt. Am Freitag dem 16.10.26 um 18:30 Uhr ist der 1.FC Nürnberg bei uns zu Gast. Das erste Flutlichtspiel in heimischer Kulisse gegen die noch ungeschlagenen Gäste um Trainer Miroslav Klose wird für den FCE ein weiterer Prüfstein auf dem Weg zum Klassenerhalt sein. Falk Eppert
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