Energie will beim Heimspiel Fans versöhnen

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Friedrich Heinrich

Nach schwachen Leistungen müssen die Energie-Kicker gegen Aachen
wieder mehr riskieren

Nach der Nullnummer in Frankfurt am vergangenen Wochenende wird der FC Energie zumindest vor-erst nicht in die Abstiegszone in der 2. Liga gezogen. Zufriedenheit machte sich breit, den Abstand auf den 16. gehalten zu haben. Grund dafür gibt es eigentlich nicht. Es war tatsächlich keine Glanzleistung nötig. Die Truppe von Pelé Wollitz hat es damit wieder einmal verpasst, den nötigen Befreiungsschlag zu landen. Frankfurt war dem Sieg näher. Zweifel sind angebracht, ob die Mannschaft in der derzeitigen Verfassung im gnadenlosen Abstiegskampf überhaupt bestehen könnte. Mit mageren fünf Zählern aus den Partien im Jahr 2010 zehrt der FCE derzeit noch von der erfolgreicheren Hinserie. Dabei wollte die Mannschaft nach Weihnachten erst richtig loslegen.
So konzentrierte sich Wollitz’ Elf in Frankfurt darauf, dem Gegner das zu verwehren, was ihr selbst schon lange nicht mehr gelingt. Torchancen gab es somit kaum zu bewundern. Einzig Petersen tauchte nach einer Flanke von Dum frei vor dem gegnerischen Gehäuse auf. Sein Kopfball verpasste das Ziel nur knapp. Auf der anderen Seite musste Tremmel mehrfach ran. Kurz vor der Halbzeit verhinderte er im eins gegen eins mit einer starken Reaktion das 0:1. Später durfte sich der Schlussmann bei einem Kopfball von Mölders auszeichnen. Von Tremmels Konstanz könnten sich seine Kollegen eine Scheibe abschneiden. Zum Glück ließ der Verein ihn nicht schon im Winter ziehen. In der neuen Saison wird Tremmel schwer zu ersetzen sein.
Das Austauschen von Shao und Angelov durch Kurth und Roger machte sich in der Defensivarbeit deutlich bemerkbar. Wollitz gab damit schon vor dem Anpfiff ein deutliches Signal. Die Angst regiert derzeit beim FCE. Offensive Akteure haben dadurch einen schwierigen Stand. Die Stürmer Jula, Petersen und später Kweuke hingen in der Luft. Rivic konnte als einziger spielstarker Akteur keine Akzente setzen. Die Spiele werden damit eher zu einer Quälerei. Wenigstens in den Heimpartien müssen die Ansprüche aber andere sein.
Gegen Aachen steht heute ein weiteres Mittelfeldduell an. Beide Teams könnten offensiv aufspielen. Die Alemannia steckt jedoch nicht minder in der Krise als Cottbus. Zudem muss Energie heute auf den gelbgesperrten Kruska sowie den verletzten Dum verzichten. Neue Akzente kann Wollitz derzeit aber sowieso nur mit frischen Kräften setzen.