FCE: Der Sieg bleibt versagt

160206sprot
Die Kölner brachten Cottbus immer wieder in die Bredouille. Doch Tore fielen im Stadion der Freundschaft dennoch nicht Foto: Torsten Würfel

In der Jubiläumspartie fallen keine Treffer:
Der Festakt „50 Jahre Energie Cottbus“ hat für 600 Gäste 150 Minuten viele Emotionen und eine Zeitreise durch die Geschichte des Vereins beschert. Das Ensemble des Staatstheaters führte Sequenzen aus dem Stück „Männer“ auf. Die gewählten Idole der Elf aus 50 Jahren Energie Cottbus nahmen die Auszeichnung mit launigen Interviews auf der Bühne entgegen und erhielten ihre Trophäen aus den Händen der aktuellen FCE-Mannschaft. Emotionaler Höhepunkt waren die drei Einzelehrungen. Toralf Konetzke hielt die Laudatio für Detlef Irrgang als „Bester Hauptdarsteller“, Max Pannasch nahm die Ehrung für den verstorbenen Hajo Prinz nach der Rede von Georg Zielonkowski entgegen, und Eduard Geyer wurde mit einer Ansprache seines langjährigen Co-Trainers Hagen Reeck für die „Beste Regie“ in 50 Jahren Energie Cottbus ausgezeichnet. Nach einem humorvollen Ausblick auf die nächsten 25 Jahre durch Stadionsprecher Benni Hantschke war es Alexander Knappe vorbehalten, den Abend musikalisch zu beenden.
Im Jubiläumsspiel kam Cottbus allerdings nicht über ein torloses Unentschieden gegen Fortuna Köln hinaus. Nach nervöser erster Halbzeit entwickelte FCE mehr Druck, verpasste aber das Siegtor. Ohne den grippekrank im Aufgebot fehlenden Torsten Mattuschka begann der FC Energie das erste Pflichtspiel 2016 im 4-4-2-System. Thomas Hübener ersetzte im zentralen defensiven Mittelfeld den gesperrten Joni Kauko, Die große Kulisse von 12 655 Zuschauern und die tolle Choreo auf der Osttribüne haben das Team von Vasile Miriuta aber offenbar eingeschüchtert. Fortuna wirkte selbstbewusster und ruhiger. Die Gäste blieben das gefährlichere Team, In der Schlussphase der ersten Halbzeit kam Richard Sukuta-Pasu zweimal in aussichtsreiche Position.
Nach dem Wechsel schaffte es der FC Energie besser, Fortuna unter Druck zu setzen. Die Angriffe wurden mutiger. Nach einem Standard traf zunächst Patrick Breitkreuz den Ball per Kopf nicht richtig (58.), dann sorgte der eingewechselte Sven Michel für neuen Schwung. Nachdem auch Manuel Zeitz seine Direktabnahme nicht optimal getroffen hatte, lag den Fans in der 90. Minute der Torschrei schon auf den Lippen. Im Anschluss an eine Flanke kam der eingewechselte Sergi Arimany nicht an den Kopfball, dahinter lauerte Fabio Kaufmann. Seinen Flachschuss wehrte der Kölner Torwart reaktionsschnell mit dem Fuß ab.
Der FC Energie Cottbus hat mit Sergi Arimany Pruenca einen weiteren Stürmer verpflichtet. Der 25-jährige Spanier wurde vom österreichischen Verein SV Kapfenberg ausgeliehen.