FCE sucht Anschluss in der Fremde

Durch 3:3 gegen Aachen rutschte Energie ins Mittelfeld / Jetzt müssen Siege her081210_Friedrich_neu_thumb_thumb

So stark wie an diesem Wochenende stand unser FC Energie in dieser Saison noch nie unter Druck. Durch die Punkteteilung mit Aachen festigte Cottbus den siebten Tabellenrang.
Da die Konkurrenten um die Aufstiegsplätze aber fast alle siegten, rutschte der dritte Rang in der aktuellen Tabelle in weite Ferne. Energie verliert damit derzeit den Anschluss. Sonst konnte die Mannschaft schwache Auftritte in fremden Stadien durch überzeugende Heimspiele wettmachen. Doch nach der Niederlage in Karlsruhe folgte am vergangenen Freitag nur ein glückliches Remis. Dreimal geriet Wollitz’ Truppe dabei in Rückstand.
Der FC Energie wirkte zu Beginn verunsichert und überließ die Spielgestaltung viel zu häufig den Gästen. Aachen nutzte die Cottbuser Passivität und kam sofort zu Torchancen. Durch einen Fernschuss gingen die Schwarz-Gelben auch verdient früh in Führung. Vor allem im Defensivverhalten war Energie zu nachlässig.
Auf das 0:1 wusste die Mannschaft aber zu antworten. Jula und Petersen hatten sofort gute Ausgleichschancen. Brzenska hatte bei seinem Kopfball noch Pech, dass der Ball nur gegen den Pfosten schlug. Den folgenden Eckstoß versenkte Hünemeier zum Ausgleich.
Doch nach dem Treffer zum 1:1 ließ sich Energie wieder hängen. Hätte der FCE weiteren Offensivfußball gezeigt, wären die Alemannen wohl nicht wieder ins Spiel gekommen. So nutzte Auer das Durcheinander nach einem Eckball im Cottbuser Strafraum, um seine Junge erneut in Front zu schießen. Energie zeigte sofort Moral und drängte auf den erneuten Ausgleich. Ein Distanzschuss von Roger landete auch prompt wenige Minuten nach dem 1:2 zum Gleichstand im Netz. Der Schuss war noch entscheidend abgefälscht.
Als sich beide Mannschaften mit einem Unentschieden zur Pause scheinbar abgefunden hatten, traf erneut Auer nach einem Eckstoß. Drei Gegentreffer in einer Halbzeit sind deutlich zu viel. Es war aber nicht das erste Mal in dieser Spielzeit. Wenn Cottbus den Aufstieg verpasst, dann nur auf Grund der schwachen Defensivleistungen der gesamten Mannschaft.
Energie hatte seine Kraft wohl in der ersten Halbzeit verbraucht. Nach dem Wideranpfiff verwaltete Aachen die Führung zunächst ohne Schwierigkeiten. Der FCE hatte keine Ideen mehr. Auch die eingewechselten Shao und Sörensen konnten das eingefahrene Spiel nicht mehr beleben. So konnte sich Energie glücklich schätzen, dass Jula einen Freistoß wenige Minuten vor Ende noch zum 3:3 einköpfte. Für einen vorderen Tabellenrang reicht das jedoch nicht.
Umso schlimmer, dass Energie die nächsten beiden Partien auswärts bestreiten muss. Heute tritt die Mannschaft beim Tabellennachbarn in Fürth an. Nur der Sieger der Begegnung wird auf absehbare Zeit am Aufstiegsrennen teilnehmen. Wollitz muss dabei auf den gelb-gesperrten Ziebig verzichten. Immerhin dürfte Kirschbaum wieder im Tor stehen.Vielleicht kann er zur Stabilisation der Abwehr beitragen.
Ein Sieg wäre auch im Hinblick auf das anstehende Derby gegen Hertha BSC Berlin in einer Woche am Montag wichtig.
Fazit: Durch das 3:3 gegen Aachen rutschte Energie ins Mittelfeld. Jetzt muss Cottbus in Fürth und Berlin siegen. Friedrich Heinrich