FCE will „negative Dynamik“ durchbrechen

Erneuter Rückschlag gegen St. Pauli stürzte Energie zurück in den Abstiegskampf

081210_Friedrich_neu
Friedrich Heinrich

Nach der enttäuschenden Niederlage gegen den Aufstiegsaspiranten FC St. Pauli wandelt in Cottbus wieder das Abstiegsgespenst. Während die Verfolger in den vergangenen Wochen fleißig punkteten, ergatterte der FCE in den letzten fünf Partien magere vier Zähler. Dass die Mannschaft dabei recht passabel auftrat und sich des Öfteren sogar mehr Torchancen erspielte, ist nun nichts weiter als ein kleiner Hoffnungsschimmer für die bevorstehenden sieben Ansetzungen. „Es ist eine komplizierte Saison geworden, noch schwieriger als erwartet. Jetzt haben wir eine negative Dynamik“, staunte auch Trainer Pelé Wollitz. Gegen den Dritten aus Hamburg befand sich die Mannschaft am vergangenen Wochenende dagegen auf Augenhöhe. St. Pauli wusste insbesondere gegen die lang geschlagenen Cottbuser Pässe auf Kweuke kein Mittel. Der für Jula ins Team gerückte Kameruner kam so häufig gefährlich vor das Gästetor. Energie hätte zur Pause in Führung liegen müssen! Shao schoss den Ball an die Unterkante der Latte, den Abpraller konnte Petersen nicht verwerten.
Die fehlende Konsequenz im Abschluss ist mittlerweile das größte Cottbuser Manko. Angelov verpasste mit einem weiteren Fernschuss nach dem Seitenwechsel das 1:0. Ein verunglückter Torschuss musste wenige Minuten später als Vorlage zum 0:1 hinhalten. Takyi sprang in den Ball und platzierte ihn für Tremmel unhaltbar in der rechten Torecke. Von diesem Rückschlag erholte sich die Truppe erst in der Schlussphase der Partie. Hain erwischte im Paulianer Tor jedoch einen seiner besten Tage. Gegen Petersen und Shao vereitelte er mehrfach den Ausgleich. Energie war nicht dazu in der Lage, das Glück zu erzwingen.
Heute muss es aber dringend drei Zähler geben. Mit Bielefeld ist ein Mitabsteiger zu Gast in der Lausitz, der seine Aufstiegsambitionen deutlicher untermausen konnte als Energie. Nach dem Punktabzug wegen Lizenzierungsverstößen ist der Aufstieg für den Ranglisten-Vierten nun jedoch beinahe ebenso unrealistisch wie für Cottbus. Die Konfusion der Gäste nach den zurückliegenden Wochen gilt es heute zu nutzen und so im Abstiegskampf wieder positive Akzente zu setzen. Auf frische Kräfte kann Wollitz bei diesem Vorhaben aber nicht zurückgreifen. Von allen zuletzt ausgefallenen Spielern wird einzig Jula in die Startelf zurückkehren.