Jetzt Angriff oder Mittelmaß – Energie-Fußballer starten zur Rückrunde

Die kurze Weihnachtspause ist zu Ende. Im tief verschneiten Winter startet der FC Energie an diesem Wochenende seine Aufholjagd Richtung erste Liga. Es liegt ein weiter Weg vor den Spielern um Trainer Claus-Dieter Wollitz, falls der Wiederaufstieg tatsächlich noch gelingen sollte.
Sieben Zähler beträgt der Rückstand auf Rang drei, zehn Punkte gar auf den Tabellen-Zweiten St. Pauli. Es dürfte kaum  mit rechten Dingen zu gehen, sollte Energie in den kommenden Wochen noch mindestens sieben Mannschaften überflügeln. Ein (zu) ehrgeiziger Anspruch, dem die Mannschaft kaum gerecht werden kann.
Doch gerade Chefcoach „Pelé“ Wollitz schürte in den zurückliegenden Tagen Hoffnungen und Spekulationen um einen spannenden Schlussspurt. Sein Ziel bleibt der Aufstieg. Welche Vorgaben sollte Wollitz auch sonst ausrufen? In Abstiegsnot wird Cottbus kaum noch geraten. Mit dem Mittelmaß darf sich der Verein zu so einem frühen Zeitpunkt in der Saison auch keinesfalls zufrieden geben. Somit muss sich das Team an den letzten Hoffnungs-Strohhalm klammern und den Angriff auf Bielefeld, St. Pauli und Co starten.
Das zurückliegende Trainingslager in Spanien wird den Glauben der Mannschaft an die Aufholjagd gestärkt haben. In den Testspielen besiegte die
Truppe die beiden Bundes-
ligisten aus Mönchengladbach und Dortmund jeweils mit 1:0.
Auch der deutliche Formanstieg im zurückliegenden Herbst spricht für Energie. Nur eines der letzten sechs Spiele verlor Energie, drei wurden gewonnen. Allerdings würde selbst diese erfolgversprechende Quote in der Rückserie nicht für einen Spitzenplatz reichen. Die Truppe muss sich also weiterhin steigern. Der dritte Aufsteiger der vergangenen Saison schaffte dieses Kunststück. Nürnberg startete mit fünf Punkten Rückstand in das neue Jahr und erreichte nach 34 Spieltagen mit vier Zählern Vorsprung den Relegationsplatz.
Am Ende setzten sich die Franken gegen die Lausitzer durch. Der Aufstieg ist also keinesfalls unerreichbar. Dafür müsste jedoch jetzt fast alles gelingen.