Kreisoberliga-NL: Torreicher vorletzter Spieltag mit fünf Heim- und drei Auswärtssiegen

Platz 3 der Kreisoberliga noch offen.

Region. Einen torreichen Spieltag erlebten die 759 Zuschauer auf den acht Plätzen der Kreisoberliga. 47 (!) Tore konnten bejubelt werden. Der Rekord liegt bei 49 Toren an einem Tag der abgebrochenen Coronasaison 2019/20.

Ein Heimdebakel erlebte der ersatzgeschwächte FSV Viktoria 1897 Cottbus, der dem Meister SG Sielow mit 2:9 unterlag. Es hätte gar schlimmer kommen können, wenn die Gäste so konsequent weitergespielt hätten wie bis zur Halbzeitpause. Ebenfalls ein Debakel erlebte der Aufsteiger und wieder Absteiger FSV Spremberg 1895, der bei den Welzower Borussen mit 8:1 unterging.
Torreich ging es in Ströbitz zu. Nach einem wilden Spiel gewann die Wacker-Reserve knapp mit 4:3 gegen den Landesklassenabsteiger Fichte Kunersdorf . Das Drebkauer-Amtsderby gewann in Kausche die heimische Spielgemein- schaft Kausche/Drebkau gegen die SG Blau-Weiß Schorbus mit 5:0. Auch in Haasow fielen reichlich Tore. Der Tabellenletzte, die heimische Spielgemeinschaft Dissenchen/Haasow, verlor im Nachbarschaftsduell gegen die Eiche-Kicker aus Branitz mit 2:4, und die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen gewann klar gegen die Spielgemeinschaft TSV Cottbus/SG Groß Gaglow II mit 4:0. Der zweite Aufsteiger, die Spielgemeinschaft Groß Kölzig/Gahry/SV Döbern II, unterlag zuhause gegen die Reserve vom 1.FC Guben mit 0:3. Und last but not least: der VfB Cottbus wahrte sich mit einem 2:0-Sieg gegen die Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf noch seine Chance auf den dritten Platz.

Zu einigen Spielen:
Turbulent ging es Samstag „AUF WACKER“, zwischen der heimischen Reserve und Fichte Kunersdorf zu. Der Gastgeber hatte schon in der dritten Minute eine sogenannte Hundertprozentige, als plötzlich Djene Nseke Gustavo allein vor Gästeschlussmann Kevin Kossack auftauchte. Er zögerte zu lange, trieb nach rechts ab und die Möglichkeit war vorbei. Fast im Gegenzug „drohte“die Gästeführung durch Felix Mummert, doch Wacker-Schlussmann Max Grasme hielt. Schon drei Minuten später setzte Ricardo Galley Maurice Hagen herrlich in Szene, der zur 0:1-Führung verwandelte. Es dauerte bis zur 38. Spielminute, ehe Karl Krautzig den Ausgleich erzielte. Einen Strafstoß für Wacker verwandelte Dreiee Mohamad sicher zum 2:1. In der 50. Minute glückte Djene Nseke Gustavon das 3:1. Sieben Minuten später traf Maurice Hagen zum 3:2. Nach reichlich einer Stunde (66.) ist es Dreiee Mustafa, der zum vorentscheidenden 4:2 verwandelte. Die Gäste gaben nie auf. In der 81. Minute hieß es 4:3. Bis zum Schlusspfiff verwaltete Wacker diesen knappen Vorsprung.

Beim Nordderby in der Drachhausener Straße musste Viktoria gegen Sielow auf wichtige Spieler verzichten. So fehlte Schlussmann Ron Bär, dafür stand Verteidiger Rocky Liebow im Tor. Die beiden torgefährlichen Brüder Kiesow fehlten ebenfalls. Schon nach elf Minuten ging Sielow durch Spielmacher Christopher Knoll in Führung. Fast im Minutentakt fielen weitere Tore Nach dem 0:7 fiel in der 42. Spielminute durch Spielführer Patrick Matthieu der Ehrentreffer zum 1:7. Doch dann „erbarmte“ sich der Meister. Bei 2:9 war Schluss.

Kausche/Drebkau wurde von Schorbus fast überrascht. Schon in der fünften Minute verhinderte nur der Pfosten die Gästeführung. Wenig später verschoss der sonst sichere Vollstrecker Jasem Abod einen Elfer; Gastgeber-Schlussmann Andy Branig hielt. Chris Portmann glückte in der 16. Spielminute der 1:0-Führungstreffer. Gleich nach der Pause erhöhte der Gastgeber innerhalb von elf Minuten (47. – 58.) auf 4:0. In der 69. Minute erhöhte Max-Johannes Pusch noch auf 5:0.

Joachim Rohde