FCE fegte Paderborn mit 5:0 vom Platz / Wollitz freut sich auf Heimpartie
Für FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz steht morgen eine ganz besondere Begegnung auf dem Programm. Zum einen kann er mit seiner Mannschaft erstmals in dieser Saison den dritten Ligasieg in Folge feiern und so den schwachen Rückrundenstart wettmachen. Zum anderen ist der Kontrahent ausgerechnet der Verein, bei dem Pelé Wollitz schon vier Jahre als Spieler und später fünf weitere Spielzeiten als Trainer tätig war. Bis zu seinem Amtsantritt in Cottbus im Juni 2009 lenkte er beim VfL Osnabrück das sportliche Geschehen, führte die Niedersachsen in die zweite Liga. Als er den Abstieg zurück in die Drittklassigkeit nicht verhindern konnte, musste er gehen. Nun erwischt Wollitz seine alten Weggefährten wieder mitten im Abstiegskampf. Als 14. rangiert Osnabrück mit nur zwei Zählern Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz in akuter Gefahr.
In seinem ersten Heimspiel gegen den VfL steht Wollitz dennoch nicht im Verdacht, Geschenke verteilen zu wollen. Schließlich unterlag Energie schon im Hinspiel sang- und klanglos mit 0:2. Eine neuerliche Pleite gegen den Liganeuling scheint undenkbar, zumal das Team seine Krise langsam überwunden zu haben scheint. Nach dem glücklichen Sieg über Frankfurt und dem schmerzhaften Ausscheiden im Pokal in Duisburg meldete sich Energie mit einem Paukenschlag zurück. Die drei Punkte hatte unsere Elf beim 5:0 in Paderborn schon nach einer halben Stunde sicher. Petersen sorgte mit einem lupenreinen Hattrick für klare Verhältnisse. Der Gastgeber machte es ihm jedoch auch denkbar leicht. Bei seinem ersten Treffer stand Petersen nach der maßgenauen Flanke von Reimerink ungedeckt vor dem Tor, wo er nur noch einköpfen musste. Den zweiten Angriff durfte der Torjäger im Passduett mit Shao ungestört vortragen und platziert abschließen. Den Foulelfmeter zum 3:0 holte Petersen schließlich auch selbst raus. Nach einer Notbremse sah der Paderborner Palionis auch noch rot. Das Spiel war im Grunde schon entschieden.
Ausgerechnet ohne seinen wichtigen Sturmpartner Emil Jula lief Petersen zu seiner Höchstform auf. Von Reimerink und Shao immer wieder in Szene gesetzt, schoss er Julas Tore gleich noch mit. Mit dieser Leistung zog Petersen sein Team fast im Alleingang aus dem Tief. Im Schatten des wichtigen Angreifers konnten schließlich auch zuletzt schwächelnde Kicker glänzen. Kruska durfte sich mit einem sehenswerten Treffer mal wieder in die Torschützenliste eintragen.
Nach dem 4:0 ließ Energie die Zügel schleifen. Paderborn bemühte sich erfolglos um Ergebniskosmetik. Stattdessen sorgte abermals Petersen mit seinem zweiten Elfmetertor im Spiel für den 5:0 Endstand. Gut für die Tordifferenz. Dabei kam Energie in der letzten Saison an gleicher Stelle mit 1:5 unter die Räder. Den Schwung muss die Truppe direkt in das morgige Spiel mitnehmen. Da Jula wieder ausfallen wird, muss Petersen dann erneut groß aufspielen. Und für zwei treffen. Friedrich Heinrich
