Petersen lässt Cottbus aufatmen

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Friedrich Heinrich

Es geht doch! Nach fast zwei Monaten konnte unser FC Energie am vergangenen Wochenende endlich wieder eine Zweitligapartie für sich entscheiden. Ausgerechnet beim 2010 noch punktlosen Mitabsteiger aus Karlsruhe fand der FCE wieder in die Spur.
Dabei sah es anfangs nicht danach aus, als könne die Truppe von Pelé Wollitz ihre Negativserie stoppen. Der Gastgeber beherrschte das Spielgeschehen und erarbeitete sich gute Chancen. Einen Distanzschuss von Akin lenkte sich Tremmel fast ins eigene Tor, kratzte den Ball aber noch ebenso von der Linie.
Nach einer halben Stunde rettete unser Schlussmann gegen einen heranstürmenden KSC-Angreifer. Konterchancen spielte Cottbus dagegen nicht clever genug aus, sodass eine Pausenführung für die Heimmannschaft verdient gewesen wäre. Zumal erst der Querbalken des Energie-Tores einen Distanzschuss von Fink gegen Ende des ersten Durchgangs für den geschlagenen Tremmel abfing. Kurz darauf vergab Jula die erste echte Chance für den FCE, als er eine Flanke von Straith an den Außenpfosten köpfte. Vor allem spielerisch wirkte die Mannschaft nicht verbessert. Dafür stimmte der Einsatzwille wieder.
Das wurde belohnt. Shao kam seiner Aufgabe als Regisseur nach und bediente Jula mit einem klugen Pass. Der legte von der Grundlinie auf Petersen ab. Bei seiner Direktabnahme hatte der Stürmer Glück, dass die Kugel an den Innenpfosten ging. Aber der für die Startelf lange übersehene Petersen nutz seine Chancen und entscheidet dadurch, wie schon eine Woche zuvor, die Spiele. Mit ihm und Jula hat sich wohl endlich ein passendes Sturmduo gefunden. Zumal Kweuke gegen Ende des Spieles erneut seine Abschlussschwäche untermauerte, als er allein vor dem Tor vergab.
Die Defensive stand nach der Führung gegen umständlich angreifende Karlsruher sicherer. Mit seinem Kopfstoß nach einem Eckball entschied Jula schließlich endgültig die Begegnung zu Gunsten der Gäste. Energie bleibt damit auf einem gerechtfertigten Mittelfeldplatz. In den kommenden 12 Spielen wird sich daran wohl auch nichts ändern.
Auch das Spiel gegen Paderborn am Sonntag verspricht alle Reize eines klassischen Mittelfeldduells. Der Zwölfte empfängt den Siebten, vier Punkte trennen beide Mannschaften. Energie konnte allerdings noch nie gegen den SC Paderborn siegen, verlor in der Hinrunde gar mit 1:5. Für diese Klatsche sollte sich die Truppe revanchieren. Der siebte Platz erscheint derzeit auch als das Maximalsaisonziel für den FC Energie. Von daher ist die Begegnung morgen ein echtes „Sechs-Punkte“ Spiel.