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SV Eiche Branitz – Verein mit langer Tradition

Sport | Von | 17. Juni 2022

Ausflugslokal „Friedenseiche“

Das Ausflugslokal „Friedenseiche“ in Branitz war bekannt für seine Plinse und Tanzabende. Ab etwa 1910 turnten auf einer Fläche hinter dem Kaffeegarten die Branitzer Turner. Bis in die 70er Jahre diente die Friedenseiche auch als Vereinslokal der Branitzer.
Foto: CGA-Archiv

Die Branitzer „Eiche“ steht bereits 120 Jahre.

Branitz (GZ/MB). Der SV Eiche Branitz feiert 120 Jahre. Kaum vorstellbar, dass am 12. Juni 1902 Branitzer am Rande der Pyramiden einen Sportverein gründeten, bei dem König Fußball nicht das Zepter schwang. 27 Männer trafen sich in der Parkschänke (heutiger Kindergarten), die zum gräflichen Besitz gehörte, und gründeten den „Turnverein Branitz“. Sowohl Vereine als auch körperliche Leibesübungen kamen in dieser Zeit in Mode.
Rund 10 Jahre später turnte man auf einer Fläche hinter dem Kaffeegarten der Gaststätte „Friedenseiche“, welche zugleich Vereinslokal wurde. Ständig wurde an dem Bau einer eigenen Sportplatzanlage gearbeitet, doch brachte der 2.Weltkrieg das Sportgeschehen in Branitz zum Erliegen.
Nach Kriegsende kam der SV Branitz nur mühevoll in die Gänge; erst 1954 nahm man wieder am Fußball-Punktspielbetrieb teil.
Im Jahr 1960 übernahmen die Sportfreunde Manfred Balzke und Eberhard Jeschke die Funktionen des Vorsitzenden bzw. des Sektionsleiters Fußball. Der auch als Schiedsrichter geachtete Balzke führte den Verein 39 Jahre, auch Sektionsleiter Jeschke leistete 37 Jahre ehrenamtliche Arbeit.
Voller Stolz sind in der Vereinschronik auch jene Aktivitäten aufgeführt, die nicht von Punktgewinnen und siegreichen Spielen berichten, sondern die vom großartigen Einsatz der Eiche-Sportler-Familie beim Bau ihres Sportlerheims künden. In Summe sind damals 1550 Aufbaustunden geleistet worden. Im Rahmen des 75-jährigen Bestehens des Vereines im Juni 1977 wurde das Sportlerheim schließlich während einer Festveranstaltung feierlich übergeben.

Parkschänke

Ein Haus mit viel Geschichte: Am 12. Juni 1902 trafen sich 27 Branitzer in der Parkschänke (heutiger Kindergarten), die zum gräflichen Besitz gehörte, und gründeten hier den „Turnverein Branitz“. Über die Jahre wurde die Sektion Fußball die tragende Säule.
Die Parkschänke diente ach kurzzeitig nach dem 2. Weltkrieg und der Enteignung sowie nach der Wende als Wohnhaus der gräflichen Familie von Pückler. Foto: CGA-Verlag

Zu Beginn der neuen Zeitrechnung war es im Besonderen die Frauenmannschaft der SG Eiche Branitz, die überregional für Aufsehen sorgte. So am 3.Oktober 1991, als im DFB-Pokalwettbewerb Bundesligist VfL Rheine seine Visitenkarte auf dem Branitzer Sportplatz abgab und hier standesgemäß 6:0 gewann. Später wechselten „Eiches Frauen“ nach nebenan zum FC Energie Cottbus, und bildeten so den Grundstock der langen Erfolgsgeschichte des FCE im weiblichen Bereich. Längst sind es wieder die Herren, die mit dem „Eiche“-Wappen auf der Brust die aktuell im Mittelfeld der Kreisoberliga platziert sind. Derzeit stecken der seit 2013 amtierende Vereinsvorsitzende Matthias Boddeutsch und seine Mitstreiter in den Vorbereitungen auf die Festwoche zum 120.Vereinsgeburtstag: „Höhepunkt werden dabei sicher die Spiele um die Deutsche Meisterschaft der geistig behinderten Fußballer sein, die vom Samstag den 26. Juni bis zum Donnerstag darauf bei uns ausgetragen werden. Darüber hinaus wird allerlei Unterhaltsames geboten. Für die Kinder genauso wie für die Erwachsenen. Ich kann alle nur einladen, mit uns dieses schöne Jubiläum zu feiern. Drei Glückliche können sich dann über unsere wunderbaren Tombola-Hauptpreise, ein E-Bike, einen Gasgrill und ein Fernsehgerät freuen.“

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